Neue Wege im Sand - Systemisches Sandspiel und Kinderorientierte Familientherapie
Wiltrud Brächter, Bernd Reiners (Hrsg.)

Neue Wege im Sand

Systemisches Sandspiel und Kinderorientierte Familientherapie

256 Seiten, Kartoniert, 34,95 € ISBN 978-3-8497-0244-1 Thema: Kinder- und Jugendlichentherapie, Systemische Therapie und Beratung Dieses Buch zeigt neue und spannende Wege auf, wie mit Sandspieltherapie systemisch gearbeitet werden kann. Die Herausgeber führen in die Narrative Sandspieltherapie und die... Weiterlesen

Dieses Buch zeigt neue und spannende Wege auf, wie mit Sandspieltherapie systemisch gearbeitet werden kann. Die Herausgeber führen in die Narrative Sandspieltherapie und die Kinderorientierte Familientherapie ein; weitere Autoren ergänzen dies durch Sandspielkonzepte auf der Grundlage von Hypnotherapie, Ego-State-Therapie, Bindungstheorie und Traumatherapie.

So entsteht ein Eindruck von den vielfältigen Möglichkeiten, die das Sandspiel Kindern, Jugendlichen, Paaren, Gruppen und Familien eröffnet. Fallschilderungen aus der Arbeit mit Kindern im Frauenhaus, mit Flüchtlingskindern, aus Schule und Heimkontext bieten Einblick in die Praxis auch außerhalb des klassischen therapeutischen Settings. Dabei zeigt sich, wie Sandspieltherapie auch in schwierigen Konstellationen eine Atmosphäre von Leichtigkeit und Spielfreude entstehen lassen kann. Vorgestellt wird u. a. die Anwendung bei Störungen aus dem Autismus-Spektrum, bei blockierten Trauerprozessen, Kindeswohlgefährdung, destruktiven inneren Anteilen und mehrgenerationaler Traumatisierung.

In der Summe bietet der Band eine Fülle wertvoller Anregungen, wie das Sandspiel in die tägliche Praxis einbezogen werden kann und diese bereichert.

Mit Beiträgen von: Hiltrud Bierbaum-Luttermann • Silvia Eberhardt • Monika Heinzel-Junger • Thea Korten-Giesen • Annette Giesler • Jörn de Haen • Caroline Schmidt • Birte Tomeit • Christine Utecht • Lisa Weise • Silvia Zanotta.

Wiltrud Brächter

Wiltrud Brächter, Dipl.-Päd.; Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Systemische Therapeutin (SG), akkr. Supervisorin für Systemische Therapie mit Kindern und Jugendlichen. Weiterbildungen u. a. in gestalttherapeutischer Arbeit mit Kindern, psychoanalytisch-systemischer Therapie (APF), Kinderhypnotherapie (MEG); Spiel- und Familientherapeutin in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis, Weiterbildungstätigkeit im Bereich systemischer Kindertherapie. Arbeitsschwerpunkt: Verbindung von Sandspieltherapie und narrativen/hypnosystemischen Konzepten; Teilearbeit mit Kindern und Familien. Publikationen u. a.: Geschichten im Sand. Grundlagen und Praxis einer narrativen systemischen Spieltherapie (2. Aufl. 2016); Der singende Pantomime. Ego-State-Therapie und Teilearbeit mit Kindern und Jugendlichen (2. Aufl. 2017).

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Bernd Reiners

Bernd Reiners, Dipl.-Psych.; Fachpsychologe für klinische Psychologie und Psychotherapie (BDP), Paar-, Familien- und Lehrtherapeut für systemische Therapie (DGSF), (Lehr-)Supervisor (DGSv, DGSF), Coach (DGSF), Leiten und Beraten von Gruppen (DAGG), Europäisches Zertifikat für Psychotherapie (ECP). Arbeitsschwerpunkte: Kinderschutz-Zentrum Aachen (Praxis, Lehre, Veröffentlichungen), Fachausschusssprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren; Kinderorientierte Familientherapie (Praxis, Lehre, Veröffentlichungen); Lehrtätigkeit am Institut für Systemische Familientherapie, Supervision und Organisationsentwicklung (ifs), Essen; Supervision.

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  1. In diesem Buch wird ausgeführt, wie mit Sandspieltherapie systemisch gearbeitet werden kann: narrative Sandspieltherapie und die kinderorientierte Familientherapie: „Beide Ansätze haben unterschiedliche Schwerpunkte, die sich aus unserer Sicht gut ergänzen. Geht es im narrativen Sandspiel vorrangig darum, innere Bilder im Sand auszudrücken und sie in Bewegung zu bringen, macht die Kinderorientierte Familientherapie Interaktionsprozesse im Sand sichtbar und veränderbar.“ (S. 8)
    Im ersten Teil des Buches werden wichtige Elemente und die Geschichte der Sandspieltherapie vorgestellt. Die Sandspieltherapie ist eine kreative therapeutische Methode in der Arbeit mit Einzelklienten und Familien ist eine Bereicherung für die systemische Beratung und Therapie. In den 1950er Jahren hat Dora Kalff auf den Grundlagen der Tiefenpsychologie C.G. Jungs die Sandspieltherapie entwickelt, sie wird in vielen Ländern praktiziert. Durch das Spielen mit dem „Urmaterial“ Sand und Wasser, sowie Miniaturfiguren aus aller Welt, wird es den Klienten ermöglicht, sich mit vorsprachlichen Erinnerungen und dem eigenen Unbewussten zu beschäftigen. Im Sandkasten entstehen Szenen und Bilder, die über die innere Welt des Erschaffenden erzählen. Dabei werden die Themen und Konflikte im Äußeren sichtbar. Danach wird sichtbar, wie sich das Sandspiel und die systemische Therapie ergänzen können. Dabei wird auch auf das Verfahren der Hypnotherapie eingegangen, das einige Ähnlichkeiten mit der systemischen Therapie aufweist.
    Danach werden die verschiedenen Settings der Sandspieltherapie (Einzelsetting/ Familien, Paare, Eltern/Gruppen) an verschiedenen Beispielen in Essayform vorgestellt. Im dritten Teil folgen eine Auswahl von Fallkonstellationen: Autismus, Trauma, Kindeswohlgefährdung und Umgang mit destruktiven Impulsen in der Therapie. Im vierten Teil geht es um die Vorstellung von Anwendungsmöglichkeiten des Sandspiels in verschiedenen Kontexten wie Schule, Heim, Kindern im Frauenhaus oder die Arbeit mit Kindern von Geflüchteten. Dies geschieht auch zum Teil in einem Interview.

    Verschiedene Experten berichtet aus ihren jeweiligen Schwerpunkten und Erfahrungskontextes, meist in der Form von Essays. Die Verbindung der beiden Ansätze (narrative Sandspieltherapie und die kinderorientierte Familientherapie) werden an den einzelnen Fallbeispielen schnell deutlich. Interessant dabei sind vor allem die aktuellen Themen der Traumabearbeitung und der Arbeit mit geflüchteten Kindern, wenn sie denn psychologische Hilfen bekommen.
  2. In diesem Buch wird ausgeführt, wie mit Sandspieltherapie systemisch gearbeitet werden kann: narrative Sandspieltherapie und die kinderorientierte Familientherapie: „Beide Ansätze haben unterschiedliche Schwerpunkte, die sich aus unserer Sicht gut ergänzen. Geht es im narrativen Sandspiel vorrangig darum, innere Bilder im Sand auszudrücken und sie in Bewegung zu bringen, macht die Kinderorientierte Familientherapie Interaktionsprozesse im Sand sichtbar und veränderbar.“ (S. 8)
    Im ersten Teil des Buches werden wichtige Elemente und die Geschichte der Sandspieltherapie vorgestellt. Die Sandspieltherapie ist eine kreative therapeutische Methode in der Arbeit mit Einzelklienten und Familien ist eine Bereicherung für die systemische Beratung und Therapie. In den 1950er Jahren hat Dora Kalff auf den Grundlagen der Tiefenpsychologie C.G. Jungs die Sandspieltherapie entwickelt, sie wird in vielen Ländern praktiziert. Durch das Spielen mit dem „Urmaterial“ Sand und Wasser, sowie Miniaturfiguren aus aller Welt, wird es den Klienten ermöglicht, sich mit vorsprachlichen Erinnerungen und dem eigenen Unbewussten zu beschäftigen. Im Sandkasten entstehen Szenen und Bilder, die über die innere Welt des Erschaffenden erzählen. Dabei werden die Themen und Konflikte im Äußeren sichtbar. Danach wird sichtbar, wie sich das Sandspiel und die systemische Therapie ergänzen können. Dabei wird auch auf das Verfahren der Hypnotherapie eingegangen, das einige Ähnlichkeiten mit der systemischen Therapie aufweist.
    Danach werden die verschiedenen Settings der Sandspieltherapie (Einzelsetting/ Familien, Paare, Eltern/Gruppen) an verschiedenen Beispielen in Essayform vorgestellt. Im dritten Teil folgen eine Auswahl von Fallkonstellationen: Autismus, Trauma, Kindeswohlgefährdung und Umgang mit destruktiven Impulsen in der Therapie. Im vierten Teil geht es um die Vorstellung von Anwendungsmöglichkeiten des Sandspiels in verschiedenen Kontexten wie Schule, Heim, Kindern im Frauenhaus oder die Arbeit mit Kindern von Geflüchteten. Dies geschieht auch zum Teil in einem Interview.

    Verschiedene Experten berichtet aus ihren jeweiligen Schwerpunkten und Erfahrungskontextes, meist in der Form von Essays. Die Verbindung der beiden Ansätze (narrative Sandspieltherapie und die kinderorientierte Familientherapie) werden an den einzelnen Fallbeispielen schnell deutlich. Interessant dabei sind vor allem die aktuellen Themen der Traumabearbeitung und der Arbeit mit geflüchteten Kindern, wenn sie denn psychologische Hilfen bekommen.
  3. In diesem Buch wird ausgeführt, wie mit Sandspieltherapie systemisch gearbeitet werden kann: narrative Sandspieltherapie und die kinderorientierte Familientherapie: „Beide Ansätze haben unterschiedliche Schwerpunkte, die sich aus unserer Sicht gut ergänzen. Geht es im narrativen Sandspiel vorrangig darum, innere Bilder im Sand auszudrücken und sie in Bewegung zu bringen, macht die Kinderorientierte Familientherapie Interaktionsprozesse im Sand sichtbar und veränderbar.“ (S. 8)
    Im ersten Teil des Buches werden wichtige Elemente und die Geschichte der Sandspieltherapie vorgestellt. Die Sandspieltherapie ist eine kreative therapeutische Methode in der Arbeit mit Einzelklienten und Familien ist eine Bereicherung für die systemische Beratung und Therapie. In den 1950er Jahren hat Dora Kalff auf den Grundlagen der Tiefenpsychologie C.G. Jungs die Sandspieltherapie entwickelt, sie wird in vielen Ländern praktiziert. Durch das Spielen mit dem „Urmaterial“ Sand und Wasser, sowie Miniaturfiguren aus aller Welt, wird es den Klienten ermöglicht, sich mit vorsprachlichen Erinnerungen und dem eigenen Unbewussten zu beschäftigen. Im Sandkasten entstehen Szenen und Bilder, die über die innere Welt des Erschaffenden erzählen. Dabei werden die Themen und Konflikte im Äußeren sichtbar. Danach wird sichtbar, wie sich das Sandspiel und die systemische Therapie ergänzen können. Dabei wird auch auf das Verfahren der Hypnotherapie eingegangen, das einige Ähnlichkeiten mit der systemischen Therapie aufweist.
    Danach werden die verschiedenen Settings der Sandspieltherapie (Einzelsetting/ Familien, Paare, Eltern/Gruppen) an verschiedenen Beispielen in Essayform vorgestellt. Im dritten Teil folgen eine Auswahl von Fallkonstellationen: Autismus, Trauma, Kindeswohlgefährdung und Umgang mit destruktiven Impulsen in der Therapie. Im vierten Teil geht es um die Vorstellung von Anwendungsmöglichkeiten des Sandspiels in verschiedenen Kontexten wie Schule, Heim, Kindern im Frauenhaus oder die Arbeit mit Kindern von Geflüchteten. Dies geschieht auch zum Teil in einem Interview.

    Verschiedene Experten berichtet aus ihren jeweiligen Schwerpunkten und Erfahrungskontextes, meist in der Form von Essays. Die Verbindung der beiden Ansätze (narrative Sandspieltherapie und die kinderorientierte Familientherapie) werden an den einzelnen Fallbeispielen schnell deutlich. Interessant dabei sind vor allem die aktuellen Themen der Traumabearbeitung und der Arbeit mit geflüchteten Kindern, wenn sie denn psychologische Hilfen bekommen.
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