Der italienische Nationalstaat feiert heute seinen 150. Geburtstag.

Wie der deutsche, ist er ein Spätentwickler. Die Einheit der Nation ist auch heute (Stichwort: Lega Nord) keineswegs unumstritten. Trotzdem: In Rom werden die Fahnen geschwenkt, Reden gehalten, die Nationalhymne gesungen. Ricardo Muti beschwert sich in der Oper öffentlich, dass die Gelder für die Kultur gekürzt werden.

Nationalstolz und Fahnen schwenken kommt mir in Italien ebenso komisch vor wie in Deutschland, in den USA oder sonst irgendwo. Das heißt ja nicht, dass man sich seiner kulturellen Identität und Unterschiede nicht bewußt sein soll und sie nicht wertschätzen und schützen soll.

Nationalismus - so habe ich gelesen - sei im 20. Jahrhundert, wie der Faschismus, besonders dort eine Gefahr gewesen, wo der Nationalstaat erst sehr spät errichtet wurde. Wahrscheinlich eine Überreaktion auf ein Identitätsproblem.

Und in den Zeitungen steht, dass Berlusconi mit der 16jährigen Ruby 16mal Sex hatte (in drei Monaten)...