Meine ständige Begleiterin ist heute in einem Antiquariat gelandet, in dem sie ein Buch von Herrn Bruno Bürgel gekauft hat.
Ich selbst kenne diesen Autor und seine Bücher nicht, sie war/ist sehr angetan von ihm/seinen Büchern.
Mal ehrlich: Kein Mensch (außer ihr) kennt ihn und seine Werke - oder?
Aber als ich dann - leicht beeindruckbar, wie ich nun mal bin - auf dem Umschlag las: 231. Tausend (kartoniert 2 Mark 50, ganzleinen 3 Mark 80) wurde ich ganz still.
Heute würde man so etwas als Bestseller bezeichnen.
"Die kleinen Freuden. Ein besinnliches Buch vom Glück im Alltag"
Wahrscheinlich geht es den Bestsellern von heute nicht anders als diesem Buch (das 231. Tausend, gedruckt 1940), wenn sie in 71 Jahren in einem Antiquariat ausgegraben werden.
Als Autor finde ich das beruhigend und beunruhigend zugleich. Man darf, selbst als Bestsellerautor, nicht damit rechnen, dass irgendwas von dem, was man geschrieben hat, in Zukunft als interessant in Erinnerung bleibt...
Was Herrn Bürgel angeht, so lass ich mir auf jeden Fall erzählen, was er schreibt. Denn vielleicht haben ja Bestseller aus Kriegszeiten auch heute wieder ein Chance, vor allem, wenn sie vom Glück im Alltag handeln