Der deutsche Disziplin-Papst Berhard Bueb hat ein neues Buch geschrieben: "Von der Pflicht zu führen"
Denis Scheck, Literaturkritiker der ARD und des Tagesspiegel schreibt dazu:
"Eine Pflicht zu führen kenne ich offen gestanden nur von Blindenhunden. »Der Bildungsnotstand in Deutschland resultiert aus einem Mangel an Führung«, schreibt der pensionierte Internatsleiter Bernhard Bueb im zweiten Aufguss seiner pädagogischen Thesen. Mir scheint eher das Gegenteil richtig: der Bildungsnotstand resultiert aus einem bedauerlichen Missverhältnis zwischen gebildeten Indianern und ungebildeten Häuptlingen."
Recht hat er, der Herr Scheck. Der Ruf nach Führung (=Disziplin) ist meist ein Ausdruck systemischer Blödheit, d.h. eines vollkommenen Unverständnisses davon, wie soziale Systeme und Menschen funktionieren. Daher ist es erschreckend, dass solche Bücher solch einen Erfolg haben. Ein bedenkliches Symptom...
An dieser Stelle sei auf das Anti-Bueb-Buch von Rolf Arnold verwiesen, der ziemlich gut zeigt, welche Quatsch der Herr Internatsleiter da verzapft:
»Aberglaube Disziplin. Antworten einer systemischen Pädagogik auf das "Lob der Disziplin"«.
Wo publiziert?
Im Carl-Auer Verlag natürlich (dumme Frage!)