Auch auf die Gefahr hin, mich hier als unerträglicher Besserwisser zu outen: In der Kehrwoche habe ich schon mehrfach darüber geschrieben, dass ich die Struktur des Vorstandes der Deutschen Bank, die von Josef Ackermann 2002 nach amerikanischem Vorbild geschneidert wurde, für Schwachsinn halte.

Einem Einzelnen (=Joe) wird hier eine unangemessene Macht gegeben. So etwas ist immer gefährlich, weil die Entscheidungen von Leitungsteams, die formal so hierarchisch geschneidert sind, mit einer ziemlich großen Wahrscheinlichkeit nicht intelligenter sein werden als die des jeweiligen Machthabers. Dadurch wird die Ressource verschwendet, die im Konflikt unterschiedlicher Beobachter liegt, die unterschiedliche Beschreibungen, Erklärungen und Bewertungen im Blick auf die zur Wahl stehenden Optionen vertreten. Wer streitet schon mit einem Papst?

Gestern war nun in Spiegel online zu lesen, dass die Deutsche Bank erwägt, die alte Vorstandsstruktur wieder neu zu etablieren.

Auf mich hat wieder mal kein Schwein gehört... Trotzdem, besser jetzt als nie!