Der Betreiber der Atomkraftwerke in Fukushima hat über Jahre nicht die vorgeschriebenen Wartungsarbeiten vorgenommen. Und im Moment kann nicht einmal gesagt werden, dass der Ausfall der Notstromanlagen etc. ein Ergebnis des Tsunamis war, weil sie aller Wahrscheinlichkeit nach schon vorher nicht funktionierten.
Wer will bei diesem Sachstand noch für Atomkraft argumentieren, wenn in einem der technisch fortschrittlichsten und als gut organisiert geltenden Land nicht einmal die basalen technisch-handwerklichen Voraussetzungen für die Sicherheit solch hoch gefährlicher Technologien gegeben ist?
Auch in deutschen Atomkraftwerken ist die Zahl der Störfälle (die in der Regel nicht der Öffentlichkeit mitgeteilt werden) erschreckend groß. Schlamperei ist ein Wort, das es nicht aus Zufall auch im deutschen Wortschatz gibt.
Hinzu kommt, dass die Kosten (wenn man Endlagerung, Abbau der alten Kraftwerke etc. mitkalkuliert) astronomisch sind. Der Betrieb solcher Kraftwerke ist volkwirtschaftlich schwachsinnig (d.h. nicht, dass er für die Betreiber nicht sehr rentabel sein kann, wenn diese Kosten an den Steuerzahler weiter gereicht werden - und möglicherweise sogar bei der Wartung noch gespart wird).
Auf die ökologischen Risiken brauche ich hier ja nicht extra hinzuweisen. Trotzdem noch eine Zahl: 40% des gesamten in Frankreich verbrauchten Süßwassers dient der Kühlung von Atomkraftwerken...
Wie soll man da noch cool bleiben? Bald kann man nicht mal mehr in Ruhe baden gehen.