Felix Magath war mit dem VFL Wolfsburg Deutscher Fußballmeister. Dann ging er zu Schalke 04, weil ihm dort die Rolle des Alleinherrschers gegeben wurde. Die hatte er bei Wolfsburg nicht (deswegen war er erfolgreich).

Wenn ich mich recht erinnere, habe ich damals darüber geschrieben, dass ich ein solches heroisches Herrschaftskonzept für bekloppt und mittelaterlich, auf jeden Fall für nicht langfristig erfolgsträchtig halte (kann aber auch sein, dass ich das damals geschrieben habe, als Joe Ackermann für die Leitung der Deutschen Bank ein ähnliches Modell durchgesetzt hat).

Wie auch immer, ich fühle mich jetzt nach dem Scheitern von Magath bei Schalke wieder einmal bestätigt. (Ich sollte darüber nachdenken, als Wahrsager zu arbeiten.)

Bei den Wolfsburgern, die von Dieter Hoeness - der Hertha BSC in den Abgrund gewirtschaftet hat - gepeinigt wurden, mag allerdings vorübergehend Magaths Modell helfen. Denn in Krisenzeiten funktionieren diktatorische Struturen oft ganz gut.