Eigentlich gibt es ja kaum etwas Schrecklicheres für Menschen, die zur Klaustrophobie neigen, als Flugzeuge. Eine sehr intelligente Lösung hat der Wiener Flughafen für dieses Problem gefunden. Er geht es mit architektonischen Mitteln an:

Das Verfahren ist so simpel wie genial. Die Warteräume zu den einzelnen Flügen sind im Verhältnis zur Größe der Flugzeuge prinzipiell viel zu klein gehalten. Wenn man - wie ich heute - eine Stunde vor Abgang des Fluges erfolgreich die Sicherheitskontrolle hinter sich gebracht hat, dann ist man bei ausgebuchtem Flug damit konfrontiert, dass die Zahl der Sitzplätze im Warteraum etwa ein Drittel der Sitzplätze des Flugzeugs beträgt. Folge ist, dass zig Leute mit ihrem Handgepäck, Kinderwagen, Geschenktüten usw. sich auf den freien Flächen drängen, wie in einer Straßenbahn zur Rushhour. Wenn dann endlich - nach nicht enden wollender, langer, langer Zeit - der Einstieg beginnt, betritt man das Flugzeug mit dem Gefühl, auf eine weit ausladende Piazza zu gelangen. Jeder findet einen Sitzplatz. Es steht kein Gepäck auf dem Gang. Niemand schubst einen zur Seite oder fährt einem mit dem Rollköfferchen über die Füße. Endlich Platz.

Aus fernen Tiefen tauchen lediglich ein paar Erinnerungen auf, dass man früher - vor Wien - Flugzeuge für unerträglich enge Sardinendosen gehalten hat...