Selbstwirksamkeit neu denken: Wer bewirkt was bei wem – und für wen? Aus systemtheoretischer Perspektive erscheinen Organismus, Psyche und soziale Systeme als autopoietische Systeme, die sich gegenseitig als Umwelt bilden. Im zehnten und letzten Hauptvortrag der 5. Reden Reicht Nicht!? Tagung 2025 beleuchtet Matthias Ohler, wie der gängige Appell zur Selbstwirksamkeit im Kontext von Neoliberalismus und Autoritarismus zur „perfekten Umweltpolitik“ werden kann. Selbstoptimierung stabilisiert genau die gesellschaftlichen Bedingungen, in denen wir funktionieren sollen. Was passiert, wenn wir unser Vokabular in Beratung und Coaching verändern? Weg von reinem „Du schaffst das“ hin zu Fragen nach Kontext, Relationen und Mit-Erhalt sozialer Systeme?
Selbstwirksam geborgen im Ungewissen mit Körper-Symbolik als wirksame hypnosystemische Interventionskraft – Wie man den Körper als ideomotorischen Kooperationspartner zieldienlich nutzen kann!
Der neunte Hauptvortrag der 5. Reden reicht nicht!? Tagung 2025 von Gunther Schmidt zeigt den hypnosystemischen Ansatz für unsichere Zeiten. Keine Jagd nach perfekten Lösungen. Stattdessen Sinnorientierung, klare Selbstführung und spürbare Selbstwirksamkeit. Wie wird von der Problem‑Trance in die Lösungs‑Trance gewechselt? Mit einer stabilen Steuerposition, Embodiment und Vagus‑Regulation! Ambivalenzen bleiben erlaubt und Angst wird zum wachsamen Bodyguard. Dabei denkt Gunther Schmidt Ziele flexibel: polynesisches Segeln statt starrer Planung. Losgehen, unterwegs lernen und den Kurs anpassen. Die innere parlamentarische Demokratie gibt den Rahmen und das Zukunfts‑Ich sorgt für Rückhalt statt für nachträgliche Selbstabwertung. So entsteht Prosilienz: Stabilität durch Bewegung. Die Metazufriedenheit
Tauchen Sie im achten Hauptvortag der 5. Reden reicht nicht!? Tagung 2025 ein in einen praxisnahen, wissenschaftlich fundierten Vortrag von Dr. Antonia Pfeiffer! Erfahren Sie, wie Depressionen aus systemisch-biologischer Sicht entstehen, welche Rolle soziale Erfahrungen spielen und wie moderne Vagusnerv-Stimulation – elektrisch und nicht-elektrisch – neue Wege in der Therapie eröffnet. Anhand aktueller Studien und klinischer Erfahrungen wird deutlich, wie Methoden wie PEP, Klopftechniken, Lachyoga und Polyvagaltheorie therapeutisch genutzt werden können.
Warum ist Depression mehr als eine reine Hirnerkrankung? Wie können Körper, Beziehungen und Nervensystem zusammenspielen? Der Vortrag richtet sich an alle, die neue Perspektiven zur psychischen Gesundheit suchen. Egal, ob Therapeut:in, Coach oder Betroffene:r. Dr. Pfeiffer zeigt auf, wie ein ganzheitlicher Ansatz und kreative Methoden helfen können, innere Blockaden zu lösen und echte Verbindung zu sich selbst und anderen aufzubauen. Erhalten
Warum kommen manchmal Botschaften einfach nicht an? In dem siebten Hauptvortag der 5. Reden reicht nicht!? Tagung 2025 erläutert Michel Reimon, warum Kommunikation oft scheitert und wie mit dem Navigationsmodell der systemischen Kommunikation echte Verständigung erreicht werden kann. Jeder Mensch konstruiert seine eigene Wirklichkeit – und damit auch die Bedeutung von Worten. Es reicht nicht, nur klar zu sprechen. Entscheidend ist, wie das Gesagte beim Gegenüber ankommt und verarbeitet wird. Das Navigationsmodell systemischer Kommunikation hilft, diesen Prozess gezielt zu gestalten. So können Missverständnisse vermeiden und Brücken gebaut werden. Egal ob im Beruf, in der Familie oder im Freundeskreis!
Neuronen und Narrative - Wie Geschichten unser Gehirn formen und warum der Mensch sie braucht!
Warum sind Geschichten so mächtig? Was ist die Wissenschaft hinter unserem Bedürfnis zu erzählen. Der Mensch hat seit je her ein erzählendes Wesen – von den ersten Höhlenmalereien bis zu den Geschichten, die wir uns täglich selbst erzählen. Aber warum brauchen wir Geschichten? Was macht sie so kraftvoll, dass sie ganze Kulturen prägen und unser individuelles Verhalten beeinflussen? In dem sechten Hauptvortag der 5. Reden reicht nicht!? Tagung 2025 erzählt Damir del Monte, wie aktuelle Erkenntnisse aus Neurowissenschaften und Kognitionsforschung zeigen, dass Erzählen mehr ist als nur bloße Unterhaltung: Es ist tief in unserem Gehirn verankert und essenziell für unser Überleben.
Entdecke die faszinierende Verbindung zwischen Storytelling und Gehirnfunktionen! Und erfahre, wie wir Realität durch Narrative konstruieren werden und Sinn finden.
Ambiguitätstoleranz, Vielfalt und Identität: Thomas Bauer über Mehrdeutigkeit in Islam, Kunst und Gesellschaft! In diesem spannenden Vortrag nimmt Prof. Thomas Bauer uns mit auf eine Reise durch die Bedeutung von Ambiguitätstoleranz in Geschichte, Religion, Kunst und unserer modernen Welt. Was bedeutet es, Mehrdeutigkeit auszuhalten? Warum ist es für unser Zusammenleben so zentral Widersprüche, Unsicherheit und verschiedene Perspektiven zu akzeptieren?
Thomas Bauer zeigt mit eindrucksvollen Beispielen aus der islamischen und europäischen Geschichte, wie sich der Umgang mit Vielfalt und Ambiguität im Laufe der Zeit verändert hat. Dabei erläutert er, warum klassische islamische Kulturen und auch die Kunst vergangener Jahrhunderte oft eine große Offenheit für Mehrdeutigkeit hatten. Wie ist im Zuge der Moderne und gesellschaftlicher Veränderungen die Sehnsucht nach Eindeutigkeit gewachsen? Er zeigt Parallelen zwischen Islam, Christentum und Judentum auf und beleuchtet die Auswirkungen auf
Selbstwirksamkeit oder Selbsttäuschung? Eine feine Grenze zwischen Stärke und Flucht. In dem vierten Hauptvortag der 5. Reden reicht nicht!? Tagung 2025 schaut Klaus Eidenschink auf eine Welt, die Selbstoptimierung und Erfolg geradezu glorifiziert und in der Selbstwirksamkeit oft als universelle Lösung verkauft wird. Doch was, wenn wir genau damit etwas verdrängen, das eigentlich gefühlt, durchlebt und verstanden werden müsste? Nämlich unsere Ohnmacht.
Klaus Eidenschink stellt die unbequemen Fragen: • Können wir überhaupt stark sein, ohne vorher unsere Schwäche zu durchleben? • Wann ist Ohnmacht ein notwendiges Gefühl? Und wann blockiert sie unsere Entwicklung? • Wird Selbstwirksamkeit zur Selbstlüge, wenn wir damit nur das Gefühl der Machtlosigkeit kaschieren?
Eine neue Perspektive auf den Widerspruch zwischen Selbstwirksamkeit und Ohnmacht. Was ist der Unterschied zwischen funktionaler und dysfunktionaler Ohnmacht? Und warum ist das Streben nach Kontrolle oft Ausdruck einer tieferliegenden
Menschen, die unter den Folgen komplexer Traumatisierung leiden, erleben oft Ohnmacht, Hilflosigkeit, intensive Ängste, Scham- und Schuldgefühle sowie dissoziative Zustände. Das Beschwerdebild wirkt häufig diffus und vielschichtig, wobei traumaspezifisch besonders die neuronale Verarbeitung herausfordernd ist. Genau hier setzt die Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie PEP an und bietet fundierte, praxisnahe Antworten.
In diesem Vortrag erfahren Sie: • Wie das traumaspezifische PEP-Procedere hilft, selbst komplexe Prozesse effektiv und nachhaltig zu gestalten. • Welche einfachen Selbsthilfetools bereits ab Behandlungsbeginn zur Affektregulation und gegen Dissoziation eingesetzt werden können. • Wie die kontinuierliche Verbesserung der Selbstbeziehung gelingt und belastende Scham- und Schuldgefühle auch auf Ego-State-Ebene transformiert werden. • Wie Integration traumatischer Erinnerungen möglich wird – mit Wertschätzung, Humor und Zuversicht als Schlüssel für echte Heilung.
„In die Hände legen“ – Neurowissenschaftliche Erforschung einer Embodiment-Technik zur Regulation emotionaler Erinnerungen
Das „In die Hände legen“ ist eine innovative Methode aus der Körperpsychotherapie, bei der Gedanken oder Emotionen symbolisch in die Hände gelegt werden. Dabei entstehen spürbare körperliche Empfindungen wie Wärme oder Schwere, die therapeutisch genutzt werden können, z. B. durch Berührung oder Bewegung.
In einer Studie mit 30 Teilnehmenden wurde untersucht, wie sich diese Technik auf Körperwahrnehmung und Emotionen auswirkt – auch mithilfe von fMRT. Die Ergebnisse zeigen: Besonders bei negativen Erinnerungen verändert sich das Körperschema deutlich, und emotionale Intensität nimmt nach der Intervention spürbar ab.
Der Vortrag gibt Einblick in Theorie, Praxis und wissenschaftliche Hintergründe dieser Methode – ein spannender Ansatz für die Arbeit mit emotionalen Erinnerungen.
Wir leben in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche und Multikrisen. Alte Werte, Regeln und Gewissheiten geraten ins Wanken. Die Stimme der Vernunft wird vielerorts verstummt von emotional aufgeladenem, oft entwertendem Lärm. In dieser Atmosphäre sind wir alle anfällig für sogenannte „Emokokken“ – emotional übertragbare, destruktive Denk- und Fühlmuster. Sie unterwandern unsere Urteilsfähigkeit, lenken unsere Wahrnehmung und prägen unser Verhalten. Was können wir dem entgegensetzen?
Im ersten Hauptvortag der 5. Reden reicht nicht!? Tagung 2025 unternimmt Michael Bohne eine Reise durch gesellschaftliche und individuelle Herausforderungen, zeigt Gefahren auf – aber auch Quellen der Resilienz. Es geht um Wege, wie wir Klarheit, innere Stärke und konstruktive Debattenkultur zurückgewinnen können. Und um konkrete Ideen, was jetzt wirklich hilft.