Gunther Schmidt, Gründer und Leiter des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg, ist weithin bekannt als Begründer und stetiger Weiterentwickler des hypnosystemischen Ansatzes sowie als Mitgründer der sysTelios-Klinik für Psychotherapie und psychosomatische Medizin mit hypnosystemischer Grundhaltung. Die von Gunther Schmidt ebenfalls mitgegründete Hypnosystemische Gesellschaft ist Kooperationspartner beim Kongress von wissen zu wirken, der von 28. April bis 1. Mai 2027 in Würzburg stattfinden wird. Gunther Schmidt wird diesen Kongress mit mehreren Beiträgen unterstützen und bereichern – unter anderem bei einem der beiden Vorkongresse, der sich dem Thema „Von der Zukunft her führen" widmet (gemeinsam mit dem Begründer der Theorie U, C. Otto Scharmer, mit Julia Andersch, Oliver Martin, Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd). Wir sprechen mit Gunther Schmidt u. a. über Idee und Konzept des Kongresses, was an innovativer Begegnung, Entwicklung und durchaus auch guter Kontroverse im
… das habe ich nach meiner Augen-OP nicht gedacht, sondern erlebt. Farben wurden brillant, Räume plötzlich tief, Details unübersehbar – und damit auch die Zumutungen. Schärfer sehen heißt eben auch anders leben. Was wir als Redewendung kennen – „jemandem die Augen öffnen“ oder „es fällt einem wie Schuppen von den Augen“ – beschreibt mehr als Perspektivwechsel: Es ist ein Umbau von Welt, Zeit und Beziehung. Doch genau das übersehen wir oft, wenn wir glauben, wir würden nur anders draufschauen – etwa wenn wir die neue Regierung durch die alte Brille bewerten und damit unsere Wahrnehmung verengen.
Die vier Elemente von Kommunikation: mitteilendes Verhalten, mitgeteilter Inhalt, verstandener Inhalt, Verstehen signalisierendes Verhalten (d.h., dass so gedeutet wird). Die Muster solcher Verhaltenskoordination können sich auf Dauer stellen. Unterschiedliche Interpunktionen (Sequenzbildung) unterschiedlicher Beobachter (Kommunikations-/Interaktionsteilnehmer) ergeben unterschiedliche Wirklichkeitskonstruktionen (konfliktträchtig ...).
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Im Carl-Auer Magazin veröffentlichen wir an jedem Dienstag und Freitag sukzessive das gesamte vierbändige Werk Formen (reloaded) von Fritz B. Simon. Komplett und frei zugänglich.Wir halten uns genau an den Fortlauf der Sätze inclusive Quellen und Kommentaren. Es steht einfach alles drin und ist dabei so leicht zu handhaben ... Wer es kompakt und im Ganzen tatsächlich zur Hand haben mag (was zu empfehlen ist): Hier kann man die vier Bände Formen (reloaded) im praktischen Schuber bestellen. Um den Kontext der einzelnen Sätze im Blick zu
Ist der „Bambi-Reflex“ ein Unterwerfungs- oder auch Anbiederungsphänomen? Und was haben Referate und Fahrprüfungen damit zu tun? Die Vorstellung, was andere über uns denken könnten, hat häufig mehr Einfluss auf uns – besonders in Auftrittssituationen und bei ähnlichen Gelegenheiten. Zunächst ist wichtig, zu erkennen, welche Situationen praktisch Auftrittssituationen sind – oder als solche sinnvollerweise gelesen werden können –, obwohl sie es zunächst nicht zu sein scheinen. Timo Nolle erläutert anhand von einleuchtenden Beispielen, wie sich Kontextmischungen ergeben, die Reaktionen ermöglichen, die verhindern, dass etwas gelingt. Wie kann man bislang nicht erkannte Erklärungsmuster für eigenes Verhalten aufweichen und sinnvoll verändern? Und wie bedeutend ist es, unterscheiden zu können, was man selbst beeinflussen kann – und was nicht ...
„Unter Stress wird die Gesellschaft zum Borderline-Patienten“, sagte Ortwin Meiss einmal. Was bedeutet das, und was bekommt man damit in den Blick, das sonst vielleicht unterm Radar bleibt? Wahrnehmung und Kommunikation in Schwarz-Weiss-Kategorien – also das Gegenteil von interessiertem Dialog. Der Stress verstärkt sich durch die Forderung, sich zu bekennen – ob es in pandemischen oder anderen Diskussionen stattfindet. – „Wem glaubst du?!“ – Die Antwort „vorerst niemandem“ wird beschieden mit “Aber du musst doch ...“ – Dann entsteht Stress. Entwicklung ist allerdings möglich, wenn – wie auf einer gelingenden Tagung – wirklich Austausch stattfinden kann. Ortwin Meiss erläutert Phänomen und überraschende Möglichkeiten anhand von Erfahrungen und Fallgeschichten – und was das mit Kapitalismus zu tun hat ...
Die Debatten um Neuorganisation des Sozialstaates und damit verbundene Kürzungen finanzieller Ausstattungen sind hartnäckig und greifbar aktuell. Und sie betreffen in besonderer Weise auch die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. In geradezu dramatischer Weise, befindet Rainer Orban, Leiter des Instituts für systemische Fort- und Weiterbildung n.i.l. in Osnabrück, Mitglied des Expertenrats des Allgemeinen Sozialdienstes ASD und u. a. Autor einer konstruktiven Streitschrift – Jugendhilfe neu denken – und eines Buches mit radikal konstruktiven Vorschlägen zum Thema: Jugendhilfe neu machen. Wer spricht in den genannten Debatten und in Planungsgesprächen zur Jugendhilfe und Sozialer Arbeit eigentlich mit wem? Und vor allem: Mit wem nicht?
Rainer Orban lenkt den Blick auf die eigentliche Aufgabe Sozialer Arbeit, besonders im Kinder- und Jugendbereich: Die Beobachtung und Korrektur problematischer gesellschaftlicher Entwicklungen, die für eine demokratische Verfassung des gesellschaftlichen
Empathie, Einfühlung, Verstanden werden als riskante Grenzverletzung: Die Psyche eines anderen Menschen ist nicht (nie) direkt beobachtbar. Zugleich gibt es eine Chance: Kommunikation (Durchbrechen einer fundamentalen Trennung ...). Wie diese sich gestaltet? Damit geht es weiter am Freitag, 24. April mit 33.3
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Im Carl-Auer Magazin veröffentlichen wir an jedem Dienstag und Freitag sukzessive das gesamte vierbändige Werk Formen (reloaded) von Fritz B. Simon. Komplett und frei zugänglich.Wir halten uns genau an den Fortlauf der Sätze inclusive Quellen und Kommentaren. Es steht einfach alles drin und ist dabei so leicht zu handhaben ... Wer es kompakt und im Ganzen tatsächlich zur Hand haben mag (was zu empfehlen ist): Hier kann man die vier Bände Formen (reloaded) im praktischen Schuber bestellen. Um den Kontext der einzelnen Sätze im Blick zu behalten, empfiehlt es sich, zusätzlich das Buch Formen (ohne „reloaded“) zu verwenden. Es erschien 2025 in der zweiten, überarbeiteten
Es ist erfreulich, dass osb International Systemic Consulting (osb-i) zu den Kooperationspartnern des großen Kongresses von wissen zu wirken im April 2027 gehört, wie auch Simon Weber Friends und die Hypnosystemische Gesellschaft. Oliver Haas und Frank von der Reith von osb-i – unsere heutigen Gäste – erfahren den Kongress als etwas, das definitiv fällig war und zu dem sie gerne Beiträge leisten und organisieren. Ausgehend vom Titel „von wissen zu wirken“ scheint ihnen wichtig, auch ein Augenmerk auf die Bedeutung von Nicht-Wissen zu legen und was gerade das für Wirkungen heißt. Sich mit systemischen Wurzeln neu zu befassen – was auch inkludiert: mit Theorien und ihrem Gebrauch jetzt und in Zukunft – führt zu gut basierter und reflektierter Praxis. Auch und gerade von und für die jüngeren Kolleg:innen.
Demokratischer Diskurs ist anstrengend und riskant. Viele sprechen – aber meist dort, wo sie sich sicher fühlen, wo Anschluss entsteht und Widerspruch begrenzt bleibt. Auch wir schaffen mit unserem Podcast einen Raum, und wir fragen uns oft: Öffnet er wirklich den Diskurs oder schützt er eher vor ihm? Denn wer Widerspruch vermeidet, stabilisiert oft genau das, was er kritisiert. Vielleicht scheitert demokratischer Diskurs nicht am Reden, sondern daran, dass wir selten dort sprechen, wo es uns wirklich etwas abverlangt und vor allem emotional kostet.
Perspektivübernahme (oder Empathie) – Satz 33.2.3. – bedeutet (eigenes) Simulieren des Erlebens anderer „Kommunikationsteilnehmer“ als diesem analoges Erleben. Deterministische Ursache-Wirkungs-Beziehungen suggerieren ein unangemessenes Verständnis von Verstehen (33.2.) – und von Miss- oder Fehlverstehen. Man kann – mit Watzlawick et al. zu sprechen – nicht nicht kommunizieren, weil nicht in der eigenen „Macht“ liegt, ob das, was man tut (oder auch nicht tut), als Kommunikation behandelt wird ...
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Im Carl-Auer Magazin veröffentlichen wir an jedem Dienstag und Freitag sukzessive das gesamte vierbändige Werk Formen (reloaded) von Fritz B. Simon. Komplett und frei zugänglich.Wir halten uns genau an den Fortlauf der Sätze inclusive Quellen und Kommentaren. Es steht einfach alles drin und ist dabei so leicht zu handhaben ... Wer es kompakt und im Ganzen tatsächlich zur Hand haben mag (was zu empfehlen ist): Hier kann man die vier Bände Formen (reloaded) im praktischen Schuber
Josua Handerer und Till Jansen leiten die M.E.G.-Regionalstelle Berlin.
Beider Weg zu Milton Erickson führte u. a. maßgeblich über systemische Therapie, Konstruktivismus und soziologische Systemtheorie (Niklas Luhmann). Ericksons „Produktives Unbewusstes“ als Ort von Kreativität prägt eine noch einmal andere pragmatistische Einstellung zu Therapie als Individualverfahren.
Laut Gunther Schmidt, so unsere Interviewpartner, hatte Milton Erickson schon eine Art Theorie der Autopoiesis, ohne dafür die später verwendeten Vokabulare zu haben oder zu brauchen. Handerer und Jansen illustrieren dies an einer spannenden Fallgeschichte.
Kann KI Autopoiese? Ist bzw. sind KIs nicht-triviale Maschinen? Und wie wird KI Teil der Autopoiese sozialer Systeme (als Kommunikationssyteme), z. B. von Therapie und Beratung? Auch hier sind soziologische und philosophische Zugänge über Niklas Luhmann und Bruno Latour wichtig, und sie helfen gegen zu häufig anzutreffende Denkmüdigkeit.
Eva Barnewitz´ Vortrag zu „Impacttechniken im Kontext Trauma“ fokussierte: Diese gelingen, wenn Leichtigkeit und Klarheit gewonnen werden – gemeinsam mit den Klient:innen – , um in die Tiefe zu kommen – was wiederum bedeutet: Worum geht es „wirklich“? Es gilt, zu wissen, welche theoretischen Konzepte hier leiten, um von dorther die Techniken und Methoden nicht schlicht nur als „Tools“ einzusetzen.
Eine weitere Vorgehensweise, die für Eva Barnewitz besonders bedeutend ist, ist die Narrative Expositionstherapie (NET). Barnewitz erläutert Hintergründe, konzeptionelle Grundlagen und Forschungsergebnisse dieser Methode, ihrer Wirksamkeit und warum die NET – entgegen mancher Vorurteile – sich nicht nur aufs Reden verlässt. Und es zeigt sich dabei auch eine andere Einschätzung und durchaus Problematisierung der Bedeutung und Priorisierung von Stabilisierung.
Fritz B. Simon, unser heutiger Gast, hat in den letzten Jahren maßgebliche Bücher zum Thema Diktatur vorgelegt. Wie Diktaturen funktionieren unternimmt eine systemtheoretisch orientierte Analyse der Muster – Muster, die verbinden – von Diktaturen, ihrer Entstehung, Wahrscheinlichkeit und ihres Endes. Stalin und der Apparat zieht zusätzlich eine psychoanalytische Perspektive ein und klärt anhand eines prominenten Beispiels die eigenartige Kopplung sozialer Systeme, die Diktatur ermöglichen, mit biographisch-psychischen Dispositiven eines „erfolgreichen Diktators“. In Mittelmaß und Eifersucht nimmt Simon nun bewusst die Rolle eines Profilers ein, der nach typischen Unterscheidungsmustern in der Sozialisation und daraus sich entfaltender Eigenschaften der Persönlichkeit späterer Diktatoren forscht. Was sind die besonderen Qualitäten, die jemand besitzen muss, um erfolgreich Diktator zu sein? Und warum sind die häufig genannten Dispositive Narzissmus und übergroßes Ego nicht ausreichend, um
Kommunikation – Thema des Satzes 33 bzw. seiner beigeordneten Sätze in Formen (reloaded) Band 2, die uns (zu Recht) eine Weile beschäftigen werden. Zu Beginn (33.1.) wird geklärt: Kommunikation ist kein direkt beobachtbares Phänomen, sondern ein Erklärungsprinzip für (beobachtbare) Koordination von Akteuren – was bedeutet: Ein erklärender Mechanismus wird konstruiert.
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Nicht einfach Macht, sondern ein Weltbild, geprägt vom Vater und einem radikalen zionistischen Denken, in dem Sicherheit nie gegeben ist. Für ihn gibt es keinen Frieden, nur Aufschub – und jede Schwäche öffnet die Tür zur Vernichtung. Kompromiss ist deshalb keine Option, sondern ein Risiko, persönlich wie politisch. Der Krieg gegen Iran erscheint in dieser Logik nicht als Eskalation, sondern als notwendige Vorwegnahme. Auch die Nähe zu Trump zeigt: Härte wird hier nicht moderiert, sondern verstärkt. Doch während Trump kalkuliert und auch wieder aussteigen kann, scheint Netanyahu an eine Logik gebunden, aus der es kein Zurück gibt.
Abschluss von Satzgruppe 32: Die Überlebenseinheit des Organismus ist nicht nur der Organismus „selbst“, sondern der Organismus in Kopplung mit einem oder mehreren sozialen Systemen, solchermaßen interpretiert als Erfahrung der Wirkung von Interaktion resp. Kommunikation (überlebensrelevant). Konsequenterweise folgt dann auch ab der kommenden Woche die Publikation von Satzgruppe 33: Kommunikation, die uns eine Weile begleiten wird.
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Im Carl-Auer Magazin veröffentlichen wir an jedem Dienstag und Freitag sukzessive das gesamte vierbändige Werk Formen (reloaded) von Fritz B. Simon. Komplett und frei zugänglich.Wir halten uns genau an den Fortlauf der Sätze inclusive Quellen und Kommentaren. Es steht einfach alles drin und ist dabei so leicht zu handhaben ... Wer es kompakt und im Ganzen tatsächlich zur Hand haben mag (was zu empfehlen ist): Hier kann man die vier Bände Formen (reloaded) im praktischen Schuber bestellen. Um den Kontext der einzelnen Sätze im Blick zu