Stellen Sie sich vor, Sie besuchen ein Fachsymposium, schließen die Augen und hören nicht mehr auf die Inhalte, die Ihnen vorgetragen werden.
Stattdessen lassen Sie sich in den schwingenden Klang der Stimme des Vortragenden fallen. Beeindruckt von der Choreographie des Sprachtempos des Redners wächst das Erstaunen über die Kunst der überraschenden Handhabung rhetorischer Pausen. Sie bewundern die Besonderheit und Einzigartigkeit des Ausdrucks im Rausch der Sinne. Im Rausch Ihrer eigenen Sinne.
Die spontan gewachsene Überzeugung kann Ihnen nun niemand mehr nehmen. Nämlich die Überzeugung, dass jeder der Vortragenden seine ureigene, persönliche, unverwechselbare Handschrift besitzt.
Warum sollte es auch anders sein. Sind Sie doch gerade deswegen gekommen. Gekommen, um diesem einzigartigen Schauspiel (erneut, wie so oft) beizuwohnen.
Ich durfte in der vergangenen Woche an der Universität Witten-Herdecke ein solches Ereignis erleben. Eingeladen wurde zum Thema Systemische Konfliktbearbeitung