Es ist anders gekommen als noch vor kurzem gedacht. Der nordkoreanische „Raketenmann“ trifft den amerikanischen „senilen Greis“. Alles scheint auf einmal gut zu sein. Es wird der Beginn einer wunderbaren Freundschaft beschwört. Alles sei großartig und würde noch großartiger werden. Das Abkommen einfach Spitzenklasse. So begegnen sich Freunde. Könnte man meinen. Wenn es sich nicht alles nur um politische Inszenierung handeln würde.
Blickt man auf die Körpersprache von Trump und Kim beim Gipfeltreffen in Singapur sehen wir zwei Bühnen: die vordere Bühne reichhaltig gefüllt mit freundlichen Gesten, beschwörendem Händedruck, überschwänglichem Lächeln, professionellen Berührungen und vielsagender Mimik. Man sieht all das, was man bei einer solchen weltpolitischen Veranstaltung zu erwarten hat.
Trump und Kim gehen direkt aufeinander zu. Sie haben keine Scheu vor einander. Jeder wirkt auf seine Art und Weise souverän, dominant, wach jedoch auch angespannt. Trump wirkt eher z. B. durch seinen