Wenn sich ein Präsident und ein geistliches Oberhaupt bis aufs Messer bekämpfen, kann man darauf gespannt sein, wie das Spiel wohl ausgehen mag. In diesem Fall waren Erdogan und Gülen bis vor kurzem noch ziemlich beste Freunde. Jetzt aber säubert der Eine, nämlich der türkische Präsident, so gründlich wie er nur kann. Findet dabei auch noch eine recht hohe Menge an Gold (es wird von 16 bis 28 Tonnen Gold gesprochen, die die Gülenbewegung in einer türkischen Bank angehäuft haben soll).
Dabei hat sich der Andere, nämlich besagtes geistliches Oberhaupt, über die Jahre verständlicherweise überall gut eingenistet. Wen wundert es also, braucht man doch in einem großen und wichtigen Land sowohl eine starke politische Hand als auch einen kühlen geistlichen Kopf.
Wen wundert es also immer noch, dass besagte ziemlich beste Freunde sich ihr Nest jeweils gemütlich eingerichtet hatten.
Bis es dann 2013 zum großen Knall und radikalen Bruch zwischen Beiden kam. Gülen hätte einen "Staat im Staat"