Der Orgasmus ist weniger ortsgebunden als man denken sollte. In einer ausführlichen Fallsammlung berichten Barry Komisaruk und Beverly Whipple, beides ausgewiesene Sexualforscher, über eine ganze Reihe von nichtgenitalen Stimulationen, die zu einem Orgasmus führen können:
Reizung an bestimmten Körperzonen („Zonenorgasmus“): Anus, Hand, Schulter, Brust und Brustwarzen, Mund, Nase, Knie, Prostata, Ohrläppchen, sogar an Phantomgliedern. Leider erfährt der Leser nicht, ob das stimulierte Körperteil auch das „Erfolgsorgan“ ist, oder ob sich z.B. die Ohrenreizung bis zum Genital durchspricht. (Wer „Ziemlich beste Freunde“ gesehen hat, wird aufhorchen.)
Nicht nur das, auch in bestimmten Situationen (beim Gebären, im Schlaf, bei epileptischen Anfällen, bei direkter elektrischer Frontalhirn und Rückenmarkstimuation) sollen Orgasmen berichtet worden sein.
Obwohl ich bekennendes Mitglied im Club der Staunenden bin (Losung: „Was es nicht alles gibt!“), überzeugt mich diese Materialsammlung noch