Er sei der Finanzminister eines bankrotten Staates. Mit diesen Antrittsworten beanspruchte er die öffentliche politische Bühne Europas und landete in Windeseile seinen Aufsehen erregenden Coup. Er nahm sie unmissverständlich für sich ein und beanspruchte ein zentrales Kapitel politischer Selbstinszenierung. Seine Partei war gewählt. Er zum Finanzminister gekürt. Und die Bühne gehörte ihm. Er war sofort da. Vor allem im Bild. Insbesondere in Bewegung. Seine Kleidung stach dem politischen Beobachter gleich ins Auge. Das unkonventionell über der Hose getragene Hemd, seine Lederjacke und die Motorradfotos stilisierten ihn alsbald zu einem politischen Schwergewicht, zu einem politischen Rocker. Er war da und sofort schieden sich die Geister in Befürworter und Gegner. Entschiedene Befürworter und entschiedene Gegner.
Es geht um Mr. V. Den Politiker dessen Namen alsbald fast jeder problemlos aussprechen können sollte. Es geht um Mr. Varoufakis. Mir fällt es in der Regel