In den deutschen Kinos läuft „Shame“ mit Michael Fassbender an, ein brillantes Profil eines Menschen, den man als sexsüchtig bezeichnen kann. Gelungen kühl zeigt der Film, wie trostlos Sex wird, wenn er nur Füllmaterial in einem intimitätsscheuen Leben ist, egal wie attraktiv die Performance-Partner sind. Weil es die ganze Zeit um bedeutungslosen Sex geht, macht der Film auch keinen „Spaß“ (im unschuldigen Sinn des Wortes). Aber er lohnt sich.
„Bild“ hat mich anläßlich des Films zum Thema „Sexsucht“ interviewt. Hier ist das leicht überarbeitete Interview:
Was ist Sexsucht?
Eine übermäßige Abhängigkeit von sexueller Aktivität (Pornos anschauen, masturbieren oder ins Bordell gehen) ohne dass sich dabei das Gefühl von Befriedigung einstellt. Sexsüchtige verspüren pausenlos ein Gefühl von „getrieben sein“. Die Sexualität hat sie und nicht umgekehrt.
Wie erkenne ich, dass ich oder mein Partner sexsüchtig ist?
Rein detektivisch ist Sexsucht nicht nachweisbar. Das Beste ist, den Partner