Suizid in China ist im Unterschied zu westlichen Ländern oftmals unmittelbar ein gesellschaftliches Problem und steht weniger im direkten Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen. Man fragt einerseits nach den Ursachen. Andererseits danach, wer Verantwortung an dem Tod trägt. Man geht in China vielfach davon aus, dass eine Person vor allem deshalb ihr Leben freiwillig beendet hat, weil sie an einem konkreten Alltagsproblem verzweifelt war. Das impliziert, dass stets jemand mitschuldig ist an der Tat. Jemand in der Gesellschaft.
Umgangssprachlich meint man in China, dass Selbstmord oftmals eine Geringschätzung des Leibes bedeutet (qingshen). Dabei, und das darf man nicht vergessen, gibt es in China verschiedene Arten der Übersetzung von dem, was man Suizid nennen könnte. Daher wird Suizid gesellschaftlich und moralisch auch unterschiedlich bewertet. Untersuchungen zeigen, dass die häufigsten Ursachen von Suizid in China häusliche d.h. familiäre Probleme, dann die Überbelastung