Workshop „Wie die Familie unser Leben bestimmt.“
Genogramme und systemische Aufstellungen
Persönliche und berufliche Herausforderungen können nicht nur im Zusammenhang mit der eigenen Vorgeschichte (Biografie) und Themen der Gegenwartsfamilie stehen, sondern auch ausgelöst und unterhalten werden durch (meist unbewusste) Bindungen zu Schicksalen und „ungelebten Leben“ von (früheren) Familienmitgliedern im Herkunftssystem. Werden diese Zusammenhänge aufgedeckt und gelöst, setzt häufig eine Besserung ein.
Bewährt haben sich dafür ein einleitendes Gespräch, um hier u.a. schon Hinweise auf systemische Zusammenhänge zu bekommen, die Erstellung und familienbiografische Analyse des Genogramms und anschließende systemische Aufstellungen im Gruppen- und/oder Einzelsetting.
Offensichtlich ist es nicht zufällig, in welchem Alter, mit welcher Symptomatik und an welchem Platz im Familiensystem eine Person gesundheitliche, berufliche oder andere Probleme erfährt. Auch Herausforderungen in Paarbeziehungen und mit Kindern können auf ungelöste Themen im Familiensystem hinweisen.
Um entsprechende Zusammenhänge aufzudecken, hat sich die Analyse des Genogramms (systemischer Stammbaum) anhand der drei familienbiografischen Fragen (nach Viktor v. Weizsäcker und Rainer Adamaszek) bewährt:
• Warum hat die betroffene Person gerade jetzt (in diesem Alter) das Problem?
• Warum gerade so (mit dieser Symptomatik/diesem Problem)?
• Warum gerade hier (an diesem Platz im Familiensystem)?
Die Fortbildung ist von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt mit 21 Fortbildungspunkten der Kategorie A anerkannt.