Sounds of Science | Rainer Orban – Jugendhilfe – oder: Was wir riskieren

Die Debatten um Neuorganisation des Sozialstaates und damit verbundene Kürzungen finanzieller Ausstattungen sind hartnäckig und greifbar aktuell. Und sie betreffen in besonderer Weise auch die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. In geradezu dramatischer Weise, befindet Rainer Orban, Leiter des Instituts für systemische Fort- und Weiterbildung n.i.l. in Osnabrück, Mitglied des Expertenrats des Allgemeinen Sozialdienstes ASD und u. a. Autor einer konstruktiven Streitschrift – Jugendhilfe neu denken – und eines Buches mit radikal konstruktiven Vorschlägen zum Thema: Jugendhilfe neu machen.
Wer spricht in den genannten Debatten und in Planungsgesprächen zur Jugendhilfe und Sozialer Arbeit eigentlich mit wem? Und vor allem: Mit wem nicht?

Rainer Orban lenkt den Blick auf die eigentliche Aufgabe Sozialer Arbeit, besonders im Kinder- und Jugendbereich: Die Beobachtung und Korrektur problematischer gesellschaftlicher Entwicklungen, die für eine demokratische Verfassung des gesellschaftlichen Zusammenlebens eine immense Gefährdung darstellen. Armut ist eine der bedeutendsten und ausgerechnet am wenigsten beachteten davon. Es geht darum, dass wir sozialräumlich und gemeinwesenorientiert Verantwortungsgemeinschaften bilden.