Jan V. Wirth und ich schreiben gerade an 128 Leitsätzen für die systemische Soziale Arbeit. Es sollen Sätze sein, die wie Axiome bestimmte Grundaussagen des systemischen Modells für die Soziale Arbeit pointiert zusammenfassen. Die Sätze wollen wir zudem knapp erläutern und damit für die praktische Nutzung, konstruktive Anregung und manchmal auch für die Provokation veranschaulichen. Über kritische Kommentare freuen wir uns!
Hier der erste Leitsatz:
Die Welt ist nicht, wie sie scheint und vor allem ist sie nie so, wie sie noch sein könnte.
Dieser Leitsatz enthält drei systemische Anregungen:
Erstens: Wahrnehmungen können überwältigen, blenden, faszinieren, so dass wir uns von besonders intensiven Wahrnehmungen vereinnahmen lassen. Daran ist nichts auszusetzen. Allerdings sind es Wiedererkennbarkeiten, Dauer, Häufigkeiten, Muster und Wiederholungen, die der Wirklichkeit ihre Struktur verleihen und auf die sich unterschiedliche Menschen in ähnlicher Weise beziehen.
Zweitens: Wenn wir Wirklichkeit