„Unter Stress wird die Gesellschaft zum Borderline-Patienten“, sagte Ortwin Meiss einmal. Was bedeutet das, und was bekommt man damit in den Blick, das sonst vielleicht unterm Radar bleibt? Wahrnehmung und Kommunikation in Schwarz-Weiss-Kategorien – also das Gegenteil von interessiertem Dialog. Der Stress verstärkt sich durch die Forderung, sich zu bekennen – ob es in pandemischen oder anderen Diskussionen stattfindet. – „Wem glaubst du?!“ – Die Antwort „vorerst niemandem“ wird beschieden mit “Aber du musst doch ...“ – Dann entsteht Stress.
Entwicklung ist allerdings möglich, wenn – wie auf einer gelingenden Tagung – wirklich Austausch stattfinden kann.
Ortwin Meiss erläutert Phänomen und überraschende Möglichkeiten anhand von Erfahrungen und Fallgeschichten – und was das mit Kapitalismus zu tun hat ...