Erkenntnistheoretischer Führerschein | Die Kunst des klaren Wischiwaschi

In der ersten offiziellen Folge des Erkenntnistheoretischen Führerscheins sprechen Andreas Kollar und Fritz B. Simon über Beobachten, Denkunfälle und den überraschenden Nutzen von Unklarheit. Warum schlampiges Denken oft funktioneller ist, als man glaubt. Weshalb man Landkarten nicht essen sollte. Und wieso UNO-Resolutionen absichtlich mehrdeutig formuliert sind – all das erfahren Sie hier.


Inhalt dieser Folge:
• Denkunfälle vs. Verkehrsunfälle – und warum es keine „Denkpolizei“ geben sollte.
• Schlampiges Denken als psychische Gesundheitsvorsorge.
• Landkarte vs. Landschaft – der Klassiker unter den Erkenntnisfallen.
• Beobachten = Unterscheiden + Bezeichnen.
• Unterschied zwischen Organismus-, Psyche- und Sozialwelt-Beobachtung.
• Beobachtung zweiter Ordnung: sich selbst auf die Schliche kommen.
• Spencer-Browns Kreis-Übung: Innen/Außen verstehen.
• Die Funktion von Wischiwaschi in Kommunikation und Politik.


Besondere Zitate von Fritz B. Simon:
„Nur wer schlampig denkt, bleibt gesund.“
„Der erste große Denkunfall ist, die Speisekarte für die Speise zu halten.“
„Man muss lernen zu unterscheiden, wann strenges Denken nützlich ist – und wann Wischiwaschi.“
„Unklarheit kann die Voraussetzung dafür sein, dass man überhaupt im Gespräch bleibt.“


Links & Literaturen:
Spencer-Brown, G. (1969): Laws of Form. London: Allen & Unwin.
Maturana, H. R. & Varela, F. J. (1987): Der Baum der Erkenntnis: Die biologischen Wurzeln des menschlichen Erkennens. Bern: Scherz Verlag.
Bateson, G. (1972): Steps to an Ecology of Mind. San Francisco: Chandler Publishing. (Kapitel: „Form, Substance, and Difference“)


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