Lange Nacht der Demokratie am 2. Oktober 2026 – oder: Wirtschaft für eine offene Gesellschaft

Man hört oder liest „Lange Nacht der Demokratie“ – und denkt vielleicht an Heinrich Heines vielzitierte Gedichtzeilen: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ – Auch wenn es Heine in seinen Nachtgedanken nicht primär um Politisches ging, wird das Zitat aus dem Gedicht doch häufig mit Sorgen um Politisches, besonders um Freiheit assoziiert.

Da freut es sicher, zu erfahren, dass die „Lange Nacht der Demokratie“, die bundesweit, und besonders in Baden-Württemberg stattfindet, keine Voraussage für zu erwartende dunkle Zeiten sein soll. Ganz im Gegenteil, sie bezeichnet ein Festival für den Abend des 2. Oktober und die Nacht auf den 3. Oktober. Auf der Veranstaltungswebseite www.langenachtderdemokratie-bw.de heißt es, dort „treffen Bürgerinnen und Bürger, Politik, Medien, Kultur, Bildung und engagierte Jugendliche an zentralen Orten aufeinander – zum Austausch, Diskutieren und gemeinsamen Gestalten. Die Veranstaltungen setzen ein klares Zeichen für eine lebendige Demokratie.“

In Schriesheim an der Bergstraße, unweit von Heidelberg, ist einer dieser Orte das Begegnungszentrum „mittendrin“. Dort erläutern im Rahmen einer Podiumsdiskussion Martina Nieswandt und Roland Geschwill auf Einladung der Initiative Gemeinsam für Demokratie e.V., warum ihre Devise heißt: „Nicht schwarzmalen, sondern anpacken – Unternehmen für eine offene Gesellschaft.“

In ihrem wegweisenden Buch Wirtschaft für eine offene Gesellschaft zeigen Roland Geschwill und Martina Nieswandt, wie sich Unternehmen für Freiheit, Vielfalt und Verantwortung positionieren können. Die beiden stellen am Freitagabend, 2. Oktober, im Begegnungszentrum „mittendrin“ die Chancen für eine demokratische und offene Wirtschafts- und Gesellschaftskultur vor und freuen sich auf Fragen, Austausch und Diskussion. Die lange Nacht der Demokratie dürfte auf diese Weise ein erhellendes Forum werden.