#48 Wird der Anti-Merkel in China merkeln?

Friedrich Merz reist nach Peking – nur eine Woche nach Beginn des Jahres des Feuerpferds. Während Politiker wie Wadephul, Carney und Starmer bereits im alten Jahr ihre Akzente gesetzt und Verträge verhandelt haben, kommt Merz in ein bereits markiertes politisches Feld.
Doch reist ein Gespenst mit: Angela Merkel. Als diplomatische Referenzfigur einer langen, stabilen Beziehung zwischen Deutschland und China.
Ulrich Sollmann und Matthias Ohler schauen genau auf eine politische Kultur der Kontrolle, der subtilen Tests und der strategischen Beobachtung auf die Mert in Peking trifft. Hier zählt weniger das einzelne Wort als Haltung, Rhythmus und Selbstbeherrschung.
Zwischen strategischer Kante und ökonomischer Erdung wird beobachtet, wie beweglich Merz ist, und wie viel Stabilität er verkörpert. Am Ende entscheidet nicht, was er sagt, sondern wie er wahrgenommen wird. In einem System, das Wahrnehmung selbst zur Machtfrage macht.

Literaturhinweis
Sollmann, U. (2016): Einführung in Körpersprache und nonverbale Kommunikation. Heidelberg (Carl-Auer). 
Eidenschink, K. (2025): Die Kunst des Konflikts. Heidelberg (Carl-Auer). 4. Aufl.
Liu, T. u. B. Trenkle (2021): Die Chinesische Truhe. Heidelberg (Carl-Auer).

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