Krisen verschmelzen zu einer dauerhaften Alarmkulisse. Brände, politische Instabilität und Gewalt bleiben nicht draußen, sondern dringen (unmerklich) in den eigenen gefühlten Lebensraum ein. Das Außergewöhnliche wird alltäglich, die Wahrnehmung beginnt mitzuschwingen. Mehr Wissen schafft dabei nicht automatisch innere Sicherheit. Vielleicht liegt die Antwort weniger in neuer Erkenntnis als in der Begegnung mit Menschen, die dieses Grundrauschen ebenfalls kennen. Und in der Frage, wie frei wir uns noch bewegen, wenn es längst in uns mitläuft.
Literaturhinweis
Sollmann, U. (2026): Genau geschaut. Heidelberg (Carl-Auer).
Sollmann, U. (2016): Einführung in Körpersprache und nonverbale Kommunikation. Heidelberg (Carl-Auer).