Genau geschaut

Unsere Gegenwart steht unter Strom. Kaum ist etwas wahrgenommen, wird es schon bewertet. Dabei geht etwas verloren, das politisch ist, bevor es überhaupt Meinung wird: die Art, wie wir schauen. Dieses Buch richtet sich an alle, die nicht nur verstehen wollen, was geschieht, sondern wie es geschieht und welche Rolle der eigene Blick dabei spielt.
Dieses Buch ist Teil des Themas Gesellschaft, Philosophie, Systemtheorie.
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Das Buch

Unsere Gegenwart steht unter Strom. Krisen schieben sich ineinander, Bilder jagen sich, Empörung sucht sofort ein Ziel. Kaum ist etwas wahrgenommen, wird es schon bewertet: richtig oder falsch, dafür oder dagegen. Dabei geht etwas verloren, das politisch ist, bevor es überhaupt Meinung wird: die Art, wie wir schauen. Wer nicht mehr schaut, sondern nur noch reagiert, sieht keine Menschen mehr. Er sieht Positionen, Rollen, Gegner. Autoritarismus beginnt nicht erst in Programmen oder Parolen. Er beginnt im Blick: wenn Wahrnehmung sich verengt, wenn Ambivalenz nicht mehr ausgehalten wird, wenn schnelle Eindeutigkeit körperlich entlastet. Genau hier setzt dieses Buch an. Es geht nicht darum, noch mehr zu erklären, sondern darum, anders wahrzunehmen. Genau schauen heißt, langsamer zu werden, ohne passiv zu werden. Es heißt, zu spüren, bevor man urteilt, sich irritieren zu lassen, statt sofort zu sortieren. Erst in dieser Form von Aufmerksamkeit wird sichtbar, wie autoritäre Dynamiken entstehen – nicht durch Argumente, sondern durch Resonanz: durch Ansteckung, durch Erregung, durch das Bedürfnis nach Halt. Wer das erkennt, sieht politische Prozesse anders und sich selbst auch. Dieses Buch richtet sich an Menschen, die nicht nur verstehen wollen, was geschieht, sondern wie es geschieht und welche Rolle ihr eigener Blick dabei spielt.

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Pressestimmen & Rezensionen

„Dieses leicht lesbare Buch ist aus der körpertherapeutischen Praxis heraus entstanden. Es vermittelt daher sehr hautnah einen tiefen Einblick in die Mechanik des Autoritarismus und die emotionale Ausgangssituation derer, die sich davon angezogen fühlen. Die Grundstruktur ist einfach zu verstehen: Menschen wenden sich nicht von Politik ab, weil ihnen Argumente fehlen. Sie wenden sich ab, weil ihre Gefühle keinen Platz darin finden“
Prof. Dr. Arist v. Schlippe
„Ein spannendes, tiefgreifendes Buch, das Antworten gibt, auf wichtige Fragen unserer Zeit. Wie entsteht Autoritarismus und wie gehen wir im Erleben, Denken und Fühlen damit um, um differenziert und selbstbestimmt zu bleiben? Ein Buch, das den Zeitgeist triftf und uns genau schauen lässt! Unverzichtbar!“
Claude-Hélène Mayer, Professorin der Arbeits- und Industriepsychologie, University of Johannesburg, South Africa
„Vielen Dank für den Text über den gegenwärtigen Autoritarismus. Ich bin ganz d’accord und finde auch, man sollte nicht lockerlassen, den Hintergrund der Entwicklung immer wieder zu beleuchten: Angst, Angst und nochmal Angst - und daher das Bedürfnis nach Figuren, die Meister in der manischen Angstverleugnung sind. Ich wünsche dem Projekt guten Erfolg!“
Dr. Wolfgang Schmidbauer

Autor:innen, Illustrator:innen und Herausgeber:innen

Ulrich Sollmann

Autor:in | Ulrich Sollmann

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