#71 Zwischen den (politischen) Welten

Was geschieht, wenn wir vertraute Zusammenhänge verlassen – auf einer Reise nach China, beim Wechsel in einen Konzern, in einer Ehe oder in der Politik?
Dann brauchen wir ein kalibrierbares Zoomobjektiv mit Rückspiegel: für den Kontext und für den Blick auf uns selbst. Fremdheit entsteht in Beziehungen und im Aufeinandertreffen unterschiedlicher Mikrokulturen. Dieser Zwischenraum lässt sich nicht mit einer einzigen Strategie beherrschen; wir müssen navigieren, übersetzen, verhandeln und den Kurs immer wieder neu justieren.
Orientierung bleibt dabei beweglich – wie ein Kompass, der in Flüssigkeit schwimmt. Die entscheidende Frage lautet: Wie bleiben wir handlungsfähig, wenn nichts stillsteht?

Literaturhinweis
Sollmann, U. (2026): Genau geschaut. Heidelberg (Carl-Auer).
Sollmann, U. (2016): Einführung in Körpersprache und nonverbale Kommunikation. Heidelberg (Carl-Auer). 
Simon, F. B. u. G. Weber (2022): Vom Navigieren beim Driften. Heidelberg (Carl-Auer). 
Stahl, E. (2024): Die Psychologie der Situation. Heidelberg (Carl-Auer). 

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