Stereotype(n) – oder: Der ostdeutsche Mann auf der Frankfurter Buchmesse

Sind ostdeutsche Männer in der Mehrzahl schlicht rassistisch, reaktionär und/oder rechtsextrem? Ist das halt nicht zu ändern? Ralph Gerstenberg zeigt: Das ist so ein Stereotyp, das wir gründlich überdenken sollten, damit es nicht zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird. Es ist dringend notwendig, genauer hinzuschauen und den männlichen Teil der Bevölkerung zwischen Oder und Elbe nicht einfach abzuschreiben. „Mit dem medial geprägten Stereotyp vom ostdeutschen Mann verbindet mich nichts“, so Ralph Gerstenberg, 1969 in Ostdeutschland geborener und dort sozialisierter Mann, Journalist und Autor markanter Essays, in seinem neuen Buch Der ostdeutsche Mann – Eine soziokulturelle Selbsterkundung. „Ich erkenne mich darin nicht wieder. Niemanden, den ich kenne, erkenne ich darin wieder. Vielmehr ist es ein ‚Triggerpunkt‘, eine Herausforderung, die in mir zu schlummern scheint.“

Ralph Gerstenberg stellt sich dieser Herausforderung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Er ist Gast des Carl-Auer Verlages bei der Buchvorstellung mit Musik am 8. Oktober um 19:00 Uhr im Pastel im Medico-Haus. Gemeinsam mit Ralph Gerstenberg ist der Kulturwissenschaftler und Buchautor Jonas Brückner Gesprächspartner von Matthias Ohler. Alle weiteren Informationen hier.

Das Platzangebot ist begrenzt, um Anmeldung wird gebeten: pr@carl-auer.de

Der Abend schreibt sich ein in das Veranstaltungsprogramm von Vintage Soundsystem. Bei deren Soireen werden Schnittmengen erforscht, Netzwerke geschaffen, Verbindungen gesucht und der Dialog unter den Generationen gefördert.

Auch Carl-Auer Sounds of Science sprach mit Raph Gerstenberg über seinen neuen Essay – und darüber, warum Ulrich Siegmund ein anderes Zweirad benutzt als Björn Höcke ...