Warum fährt Ulrich Siegmund ein anderes Zweirad als Björn Höcke? Und was sagt uns das?
Nach Wir Schlaflosen – Kritik der Übermüdungsgesellschaft legt Ralph Gerstenberg einen weiteren brandaktuellen Essay in der Car-Auer Reihe update gesellschaft vor: Der ostdeutsche Mann – Eine soziokulturelle Selbsterkundung.
Es ist kein Essay über die AfD, auch wenn dieses Thema immer wieder gern in einem Atemzug mit Mann und Osten gesehen wird. Das wird im Essay natürlich auch thematisiert. „Das weit verbreitete Stereotyp ‚männlich, ostdeutsch, AfD‘ trifft auf die Mehrheit der ostdeutschen Männer nach wie vor nicht zu“, schreibt Ralph Gerstenberg.
Gerstenberg geht es im Kern darum – und das gelingt ihm vorzüglich –, den in Ost-Berlin geborenen, zwischen Kiefernwäldern und Müggelsee in der DDR aufgewachsenen Jungen und Mann sowie späteren Literatur-, Kultur und Theaterwissenschaftler, Autor und Journalisten in seinem Männlichkeitsbild zu erkunden, es zu verkontexten in Gegenwart und Geschichte, und zugleich ein feines Angebot an alle Lesenden zu unterbreiten, sich selbst und die je eigene Wahrnehmung neu zu prüfen.
Welche Narrative formen und verstetigen das Stereotyp vom sogenannten ostdeutschen Mann? Wie wirken sie? Reagieren ostdeutsche Männer und Frauen anders darauf als westdeutsche? Was ist anders? Oder kommt es uns nur so vor? Stereotypisieren schon solche Fragen erneut? Und wie kommt man zum neuen Erzählen und Zuhören?
Viel Spaß im Interview mit Ralph Gerstenberg bei Carl-Auer Sounds of Science.
Ralph Gerstzengegrg ist gemeinsam mit Jonas Brückner Gast bei der Buchvorstellung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse 2026 im Pastel im Medico-Haus, ein gemeinsames Projekt des Carl-Auer Verlages mit Vintage Sound System. Informationen hier.