Die Last der Welt absetzen

Diese Woche laden wir uns selbst ein, die Last, die wir so oft auf den Schultern tragen, abzusetzen. Wir erlauben Schultern und Nacken, sich zu entspannen und finden so vielleicht neue Wege, mit den Lasten umzugehen. Manche sind gar nicht unsere, und wir können sie einfach absetzen und vergessen – und manche können wir eher wie einen Ball vor uns her rollen anstatt sie zu tragen. Machen Sie diese Übung immer wieder, wenn Sie Ihre Tendenz zum Anspannen und Durchhalten spüren und dabei verkrampfen.

Übung 5:

DIE LAST DER WELT ABSETZEN

WAS TUN

Stehen Sie etwa schulterbreit, heben Sie die Arme und greifen Sie über dem Kopf mit den Händen ineinander (indem Sie die Finger verhakeln). Stehen Sie einige Momente in dieser Haltung. Spüren Sie, welche Bereiche des Körpers angespannt und welche entspannt sind. Wenn Sie den Impuls dazu bekommen, dann lassen Sie die Arme herunter und damit die ganze Last, die Sie auf den Schultern tragen. Stehen Sie noch einen kleinen Moment und spüren Sie die Wirkung. Dann wiederholen Sie die Übung und greifen mit den Händen andersherum ineinander als vorher. Nach einigen Momenten setzen Sie dann wieder die Last der Welt ab. Spüren Sie nach.

WARUM

Wir haben eine große Tendenz, „die Last der Welt“ auf unsere Schultern zu nehmen, die Schultern und den Nacken dabei anzuspannen und dann womöglich noch die Zähne zusammenzubeißen um „durchzukommen“. Mit dieser Übung wirken wir dieser Tendenz entgegen, wir zeigen unserem Körper – den Muskeln und dem Gewebe von Schultern und Nacken – wie es sich anfühlen kann, nicht so fest und unflexibel zu sein.

Mehr dazu in „Im Körper zu Hause sein“ von Cornelia Hammer S. 58-59.