Gähnen

Heute geht es um Entspannung!

Übung 1: GÄHNEN

Diese Woche geht es um Entspannung – und dabei um die einfachste, schnellste und wirksamste Möglichkeit, die uns zur Verfügung steht.

WAS TUN
Gähnen Sie bewusst, ausgiebig und mit Genuss. Rufen Sie Gähnen bewusst hervor, indem Sie sich Gähnen vorstellen oder indem Sie jemand beim Gähnen zuschauen. Wenn es Ihnen schwerfällt, machen Sie kleine kauende Geräusche bis die ersten Gähner auftauchen und suchen Sie sich im Internet ein Bild eines gähnenden Menschen oder eines Nashorns und lassen Sie sich anstecken.
(Ich jedenfalls gähne schon beim Schreiben).

Im Verlauf der nächsten Tage begrüßen Sie jedes spontane Gähnen und dehnen Sie es aus. Beginnen Sie damit vielleicht für sich alleine und werden Sie im Verlauf der Woche mutig, auch in der Anwesenheit anderer ausgiebig zu gähnen. (Sie wissen ja jetzt warum das gut tut und wie gut das tut.) Wenn es auftaucht, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit darauf und bleiben Sie auch nach dem Gähnen für einen kleinen Moment bei Ihrem Körperempfinden.

WARUM
Neurowissenschaftlich gesehen ist Gähnen die effektivste, schnellste und am einfachsten zugängliche Entspannungsmethode, die wir kennen. Weil Gähnen kulturell verpönt und einseitig bewertet ist, verwechseln wir das Körperbedürfnis nach Entspannung und mehr Sauerstoff für unser Gehirn mit Müdigkeit und Langeweile, schlimmstenfalls mit Verachtung für unser Gegenüber. Wir wissen inzwischen, dass Gähnen uns nicht nur entspannt, sondern uns – neben vielen anderen Wirkungen – sozial aufmerksamer macht und unser Vergnügen steigert.

Mehr dazu in „Im Körper zu Hause sein“ von Cornelia Hammer, S. 55-56