"Der Carl Auer Verlag hat es sich auf die Fahne geschrieben Bücher mit Gefühl herauszubringen und das gelingt ihm immer wieder auf beeindruckende Weise.
Die Geschichte der emsigen Elster ist ein wundervolles Beispiel dafür, das auch Bilderbücher nicht nur von Kindern geliebt werden, und dass Bilderbücher nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen viel mit auf den Weg geben können. Was für Kinder eine sehr unterhaltsame, gefühlvolle Geschichte ist, in der sie, ganz ohne pädagogischen Zeigefinger, etwas fürs Leben geschenkt bekommen, ist für viele Erwachsene ein Spiegel der ihnen vorgehalten wird. Es ist nie zu spät sein Leben zu ändern, das zeigt das Beispiel der emsigen Elster und wird mit Sicherheit den ein oder anderen Erwachsenen über sein Leben nachdenken lassen.
Luise Winter erzählt die Geschichte der emsigen Elster so liebevoll, dass es unglaublich viel Freunde macht sie vorzulesen und ihr zu lauschen. Meine Lesekinder waren so fasziniert, dass sie die meiste Zeit mit großen Augen und offenem Mund lauschten. Man merkte förmlich, wie sie in der Geschichte mitgingen und ihre Köpfe arbeiteten. Durch die ausdrucksstarken Illustrationen von Zeynep Oba bekommt man noch mehr ein Gefühl dafür, wie wichtig der Elster die Glitzersachen sind und in welche Gefahr sie sich dafür bringt. Gleichzeitig erleben wir das Miteinander der anderen Tiere und die Bemühungen mit der Elster in Kontakt zu kommen. Besonders beeindruckend und zu Herzen gehend ist allerdings die Situation der Elster während des Regens. Wer bisher keine Elstern mochte wird sie ab diesem Zeitpunkt spätestens in sein Herz schließen, denn was wir da miterleben geht zu Herzen. Wir haben Mitleid mit ihr und wollen ihr eigentlich sofort helfen. Die Situation ist schon schlimm genug doch es kommt ja noch schlimmer, der Verlust des Zuhauses und ihrer liebsten Sachen das ist schlimm finden die Kinder und freuen sich kurz darauf, dass ihr alle helfen. Das eine Katze eine Elster putzt ist ehr unwahrscheinlich, vielmehr würde sie versuchen sie zu fressen, doch wissen meine Lesekinder, das es durchaus besondere Tierfreundschaften gibt. Ein Hund und ein Wellensittich, eine Katze und eine Maus, wieso also nicht eine Katze und eine Elster, sagen sie und finden auch gleich Beispiele in der Menschenwelt. Hier ist es doch auch egal ob jemand rote oder blonde Haare hat. Ob jemand aus Deutschland oder einem anderen Land kommt oder welche Hautfarbe jemand hat. "Wir spielen alle zusammen", sagen sie. Das mag dem ein oder anderem naiv vorkommen, doch finde ich es bemerkenswert, wie die Kleinen von tierischen Freundschaften auf ihre Freundschaften schließen, was mir einmal mehr zeigt, dass tierische Fabeln in den Köpfen der Kinder vermenschlicht werden und so die Botschaft der Geschichte in ihr Herz und in ihr Leben lassen." - Lovelybooks