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Gunthard Weber
Gunther Schmidt
Fritz B. Simon

Aufstellungsarbeit revisited

... nach Hellinger?
Mit einem Metakommentar von Matthias Varga von Kibéd

256 Seiten, Kt, 2005
€ 24,95
ISBN 978-3-89670-486-3

Inhaltsverzeichnis  ·  Leseprobe

Die Methode der Systemaufstellungen wird heute weitverbreitet mit dem Namen Bert Hellinger verküpft. Aufstellungen "nach Hellinger" heißt es dann. Bestimmte Bereiche von Hellingers Konzeptualisierungen und Vorgehensweisen haben im deutschsprachigen Raum zu heftigsten Kontroversen und Polarisierungen zwischen Befürwortern und Gegnern dieses Ansatzes geführt. Hinzu kam die Auseinandersetzung, ob es sich hierbei um einen systemischen Ansatz handelt. In diesem Band finden sich hochspannende Artikel, Diskussionen und Stellungnahmen von drei namhaften Heidelberger Systemikern – Fritz B. Simon, Gunther Schmidt und Gunthard Weber (die in den Auseinandersetzungen bisher eher unterschiedlichen Lagern zugerechnet wurden) – über die Aufstellungsarbeit. Sie setzen sich mit den Prämissen, den Wirkmechanismen und ihren unterschiedlichen Vorgehensweisen in der Aufstellungsarbeit jenseits vereinfachender und generalisierender Entweder-oder-Kontroversen auseinander und untersuchen ihre Kompatibilität mit der systemischen Therapie bzw. Beratung. Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Versachlichung der Diskussion, zur theoretischen Einordnung der Systemaufstellungen und zu ihrer Integration in den Bereich der Psychotherapie und der Beratung von Organisationen.

Rezension zu diesem Buch

Das Buch ist ein wichtiger und anregender Beitrag zur Versachlichung der Diskussion. Es ist erhellend für alle, die hinsichtlich der theoretischen Einordnung der Aufstellungsarbeit Orientierung suchen und sich mit ihren Wirkungsweisen und ihrer Integration in Psychotherapie bzw. Organisationsberatung beschäftigen.
Frank Kwiatkowski (Der Nordstern, 2006)

Das Buch kommt gerade zur rechten Zeit.
Es ist eine sehr kritische Analyse der Wirkungsfrage, eine Fortführung des Ursprungskonzepts, aber auch eine sehr gute Einführung in die Aufstellungsarbeit, das Buch, das uns gerade noch gefehlt hat (im eindeutigen Sinn).
Karsten Trebesch (OrganisationsEntwicklung, 3/2005)

Das Buch zieht ein hilfreiches Fazit der Auseinandersetzung systemisch orientierter Therapeuten mit der Arbeit Bert Hellingers. Die fachliche Fundierung und die vielfältigen, unterschiedlichen Verbindungen der Autoren zur Aufstellungsarbeit nach Hellinger bewahren vor Vorurteilen und irrationalen Dämonisierungen. Das spannende an diesem Band ist, dass er genau das Gegenteil versucht: nicht Postionen zu besetzen und Stand-Punkte zu formulieren, sondern eine gemeinsame Denkbewegung und einen lebendigen Diskurs einzutreten. Die Leser und Leserinnen können sich einreihen in das Publikum, an Aufstellungen und Reflexionen teilnehmen und in Diskussionen eintreten. Diese Diskussionen finden auf einem hohen fachlich-wissenschaftlichen Niveau statt.
Das Buch bietet eine gute Möglichkeit für alle, die zu einer begründeten Position gegenüber der Aufstellungsarbeit von Hellinger finden wollen und nicht bei instinktiver Abwehr, ideologischen Vorbehalten oder holzschnittartigen Karikaturen stehen bleiben wollen. Zugleich macht es deutlich, dass es eine "Aufstellungsarbeit nach Hellinger" gibt: Aufstellungen von Familien- oder Organisationssystemen bleiben ein wichtiges und hilfreiches Instrument in therapeutischen oder Beratungsprozessen. Die Autoren haben eigene Konzeptionen vorgelegt und sich so mit Helligner nicht nur auseinander, sonder sich auch deutlich voneinander abgesetzt.
Fazit: Wer sich an der Diskussion um die Aufstellungsarbeit, in welcher Weise auch immer, beteiligen will, wird um dieses Buch nicht herumkommen!
Peter Schröder (www.socialnet.de, 25.08.2005)

Ein beachtenswertes Buch! Vor allem natürlich für Trainer, Berater, Personalentwickler und Coachs, die sich mit der Aufstellungsarbeit, der von Teams und Organisationen, schon beschäftigt haben. Oder für solche, die überlegen, ob und wie die Methode, die ursprünglich im Bereich der Familientherapie entwickelt und in den letzten Jahren mit dem Namen Bert Hellinger fokussiert verwickelt bis hin zur Synonymsetzung, angemessen in den Businesskontext übertragen werden kann.
Die Diskussion und wissenschaftliche Fundierung wird sicher an anderer Stelle weiter geführt werden. An dieser Stelle und mit diesem Buch hat man allerdings einen tiefen und breiten, nützlichen Insiderblick gewonnen.
Thomas Webers (MWonline, 12.08.2005)

Die vier Autoren bringen neue Blickwinkel ein, die für die Diskussion, Reflexion und Weiterentwicklung dieser Methode wertvoll sind.
In den dokumentierten Aufstellungen zeigt sich sogar auf dem Papier Praxistauglichkeit der Methode.
Michael Schaefer (Spuren. Magazin für neues Bewusstsein, Nr. 77 Herbst 2005)

So transparent hat eine fundierte, kritische Auseinandersetzung in der Psychoszene selten stattgefunden und verdient höchste Anerkennung.
Norbert Copray (Publik-Forum. Zeitung kritischer Christen, 22.07.2005, Nr. 14)

Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Versachlichung der Diskussion, denn die drei Autoren argumentieren nüchtern aus verschiedenen Blickwinkeln.
Regine Plumeyer (Wirtschaft + Weiterbildung, Juni 2005)

Das Buch stellt eine große Vielfalt von Meinungen, Wahrnehmungen und Haltungen gegenüber der Methode "Aufstellungsarbeit" dar. Diese Pluralität steht in einem spürbaren Gegensatz zum eingleisigen Dogmatismus Bert Hellingers.
Anne Otto (Psychologie heute, Mai 2005)

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Gunthard Weber

Gunthard Weber, Dr. med., Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Systemischer (Familien-)Therapeut und Berater; Geschäftsführender Gesellschafter von Simon, Weber and Friends, Systemische Organisationsberatung GmbH und des Carl-Auer Verlags. Gründer der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Systemische Lösungen (IAG), Mitbegründer der Systemischen Gesellschaft (SG) und des Helm-Stierlin-Instituts Heidelberg (HSI). Gründer des Wieslocher Instituts für systemische Lösungen (WISL). Internationale Lehrtätigkeit. Autor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen. Sein Bestseller "Zweierlei Glück" wurde in 17 Sprachen übersetzt.

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Gunther Schmidt

Gunther Schmidt, Dr. med., Dipl. rer. pol., Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Mitbegründer des Heidelberger Instituts für systemische Forschung und Beratung, der Internationalen Gesellschaft für Systemische Therapie (IGST), des Helm-Stierlin-Instituts in Heidelberg und des Deutschen Bundesverbands Coaching (DBVC).
Gunther Schmidt ist Leitender Arzt der SysTelios-Psychosomatik-Privatklinik für hypnosystemische Gesundheitsentwicklung in Siedelsbrunn. Daneben leitet er das Milton-Erickson-Institut Heidelberg.

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Fritz B. Simon

Fritz B. Simon, Dr. med., Professor für Führung und Organisation am Institut für Familienunternehmen der Universität Witten/Herdecke. Systemischer Organisationsberater, Psychiater, Psychoanalytiker und systemischer Familientherapeut. Mitbegründer der Management Zentrum Witten GmbH und der Simon, Weber and Friends, Systemische Organisationsberatung GmbH. Autor bzw. Herausgeber von ca. 240 wissenschaftlichen Fachartikeln und 25 Büchern, die in 13 Sprachen übersetzt sind.

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