Freja und die Schlange

Ein Bilderbuch über den Moment, in dem ein Kind zum ersten Mal sieht, wie sein Vater etwas in seinen Augen Falsches tut. Und darüber, wie man wieder zueinander findet.
Dieses Buch ist Teil der Reihe Carl-Auer Kids und des Themas Bilderbücher.
Neuerscheinung

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Das Buch

Freja und ihre Familie machen Urlaub in ihrem Sommerhaus. Auf der Veranda lebt eine Kreuzotter. Der kleine Bruder Hugo ist erst ein Jahr alt und tollt unbekümmert herum. Was sollen sie tun? Der Vater versucht, die Schlange in einem Eimer zu fangen, scheitert jedoch und tötet sie schließlich. Freja kann ihm das nicht verzeihen. Ein Bilderbuch über den Moment, in dem ein kleines Kind zum ersten Mal sieht, wie sein Vater etwas in seinen Augen Falsches tut. Über Tiere und Menschen, über die Sicht verschiedener Generationen auf die Natur und darüber, dass man manchmal Entscheidungen trifft, die andere möglicherweise verletzen – und wie man anschließend wieder zueinander findet.

Details

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Carl-Auer Systeme Verlag GmbH
Vangerowstraße 14, 69115 Heidelberg
+49 6221 6438-0
info@carl-auer.de

Pressestimmen & Rezensionen

Bilderbuch des Monats April 2026, Bremer Institut für Bilderbuchforschung
„Zur Lektüre mit Kids ab drei, auch für Kindergärten.“
Barbara Buchmaiaer, EKZ Bibliotheksservice
„Kein einfaches Thema also, aber ich finde, dieses Kinderbuch ab 3 Jahren bietet eine feine Möglichkeit, sich dem anzunähern und darüber Gedanken auszutauschen.“
Wienxtra.at

Autor:innen, Illustrator:innen und Herausgeber:innen

Fredrik Sonck

Autor:in | Fredrik Sonck

Jenny Lucander

Illustrator:in | Jenny Lucander

Bücher von Fredrik Sonck und Jenny Lucander

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Kundenbewertungen

Papa ist ein Schlangenmörder
Bewertung von
In der Reihe Carl-Auer-Kids gibt es immer wieder Bilderbücher, die mit ihrer Gestaltung und ihre Themen aus der üblichen Gemengelage herausragen und Pädagogen wie Sammler gleichermaßen reizen.
In diesem Bilderbuch aus Schweden zeigt Jenny Lucander zu einer Geschichte von Frederik Sonck den Konflikt eines kleinen Mädchens mit seinem Vater.
Die fünfköpfige Familie macht Urlaub am Meer - nur leider lebt dicht an ihrem Ferienhaus eine Kreuzotter.Da das jüngste Familienmitglied erst ein Jahr und potentiell gefährdet ist, soll Papa die Schlange, genannt "Otti", unbedingt einfangen.
Als das nicht klappt, erschlägt der Vater sie schließlich mit einem Ruder und gerät damit in Konflikt mit Tochter Freja.

Denn Freja findet, jeder hat ein Recht auf Leben und kann ihrem Papa, dem Schlangenmörder, nicht verzeihen.
Auch Mamas und Schwester Julias Interventionen plus ein "Otti"-Begräbnis, können sie nicht beschwichtigen.
Erst als Papa sie überredet, mit ihm im Ruderboot aufs Meer rauszufahren, um sich auszusprechen, kann sie sie wieder auf ihn zugehen und er verspricht, die nächste Schlange mit einem Kescher einzufangen.
Da weiß Freja: Papa hat sie lieb und sie ihn -den Schlangenmörder- auch..
Lucanders Illustrationen in Mischtechnik mit feinen Linien und leuchtenden Farben stellen erst leicht chaotisch-harmonische Familienszenen aus diversen Blickwinkeln dar.
Papas Schlangeneinfang-Versuche zeigen ihn multiperspektivisch eingefroren über eine Doppelseite, während die Schlange sich an den Seitenrändern in Teilen ins Bild bewegt.
Der Tod des Tieres dann wird aber durchaus drastisch in den Mittelpunkt gestellt:
der Kopf hängt halb abgetrennt (mit Blutstropfen im Sand) und die wütende Fraja kniet vor der toten Schlange.
Auf den folgenden Seiten versuchen die überraschten Erwachsenen Freja zu verstehen, die wegläuft und sich abseits hält.Freja ist nicht kompromissbereit und sinniert über andere Tiere und ihre Kinder nach - vielleicht war "Otti" ja auch Mutter? Als der Vater erkennt, das Bestechungs-Eis und Darüberhinweggehen nichts nützen, sucht er das Gespräch mit der Tochter.
Und so sehen wir die beiden auf der letzten Doppelseite bei rosarotem Sonnenuntergang auf dem Meer im Ruderboot sitzen, wo sie sich, von Mücken umschwirrt, in Ruhe aussprechen.
Ein für mich typisches Schweden-Bilderbuch, das Dinge anspricht, die Kinder beschäftigen und zeigt, das Auf-einander-zugehen und einvernehmliche Lösungen möglich sind - gut so !
eine schwierige Meinungsverschiedenheit
Bewertung von
In der Reihe Carl-Auer-Kids gibt es immer wieder Bilderbücher, die mit ihrer Gestaltung und ihre Themen aus der üblichen Gemengelage herausragen und Pädagogen wie Sammler gleichermaßen reizen. In diesem Bilderbuch aus Schweden zeigt Jenny Lucander zu einer Geschichte von Frederik Sonck den Konflikt eines kleinen Mädchens mit seinem Vater. Die fünfköpfige Familie macht Urlaub am Meer - nur leider lebt dicht an ihrem Ferienhaus eine Kreuzotter.Da das jüngste Familienmitglied erst ein Jahr und potentiell gefährdet ist, soll Papa die Schlange, genannt "Otti", unbedingt einfangen. Als das nicht klappt, erschlägt der Vater sie schließlich mit einem Ruder und gerät damit in Konflikt mit Tochter Freja.Denn Freja findet, jeder hat ein Recht auf Leben und kann ihrem Papa, dem Schlangenmörder, nicht verzeihen. Auch Mamas und Schwester Julias Interventionen plus ein "Otti"-Begräbnis, können sie nicht beschwichtigen. Erst als Papa sie überredet, mit ihm im Ruderboot aufs Meer rauszufahren, um sich auszusprechen, kann sie sie wieder auf ihn zugehen und er verspricht, die nächste Schlange mit einem Kescher einzufangen. Da weiß Freja: Papa hat sie lieb und sie ihn -den Schlangenmörder- auch.. Lucanders Illustrationen in Mischtechnik mit feinen Linien und leuchtenden Farben stellen erst leicht chaotisch-harmonische Familienszenen aus diversen Blickwinkeln dar. Papas Schlangeneinfang-Versuche zeigen ihn multiperspektivisch eingefroren über eine Doppelseite, während die Schlange sich an den Seitenrändern in Teilen ins Bild bewegt. Der Tod des Tieres dann wird aber durchaus drastisch in den Mittelpunkt gestellt: der Kopf hängt halb abgetrennt (mit Blutstropfen im Sand) und die wütende Fraja kniet vor der toten Schlange. Auf den folgenden Seiten versuchen die überraschten Erwachsenen Freja zu verstehen, die wegläuft und sich abseits hält.Freja ist nicht kompromissbereit und sinniert über andere Tiere und ihre Kinder nach - vielleicht war "Otti" ja auch Mutter? Als der Vater erkennt, das Bestechungs-Eis und Darüberhinweggehen nichts nützen, sucht er das Gespräch mit der Tochter. Und so sehen wir die beiden auf der letzten Doppelseite bei rosarotem Sonnenuntergang auf dem Meer im Ruderboot sitzen, wo sie sich, von Mücken umschwirrt, in Ruhe aussprechen. Ein für mich typisches Schweden-Bilderbuch, das Dinge anspricht, die Kinder beschäftigen und zeigt, das Auf-einander-zugehen und einvernehmliche Lösungen möglich sind - gut so !

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