
Bruno Hildenbrand (Hrsg.)
Resilienz – Gedeihen trotz widriger Umstände
271 Seiten, Kt, 3. Aufl. 2010
€ 29,95
978-3-89670-511-2
Inhaltsverzeichnis · Leseprobe
Es gibt Menschen, die scheinbar gar nichts aus der Bahn wirft. Ob Krankheit, Probleme am Arbeitsplatz, persönliche Niederlagen oder private Krisen – am Ende gehen sie nicht geschwächt, sondern oft sogar noch gestärkt und erhobenen Hauptes daraus hervor. Was steckt hinter dieser Fähigkeit, sich trotz widriger Lebensumstände, schwerer Lebenskrisen oder Schicksalsschlägen nicht unterkriegen zu lassen? Die Resilienzforschung zeigt, dass die Psyche eine Art Schutzschirm besitzt, die den Menschen widerstandsfähig und krisenfest macht. Der Kern der Resilienz ist das unerschütterliche Vertrauen in die Fähigkeit, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Dieses Vertrauen basiert auf sieben Säulen, die die Basis unserer inneren Stärke bilden: Optimismus, Bewältigungsorientierung, Verlassen der Opferrolle, Akzeptanz, Verantwortung, aktive Zukunftsplanung, Netzwerke und Freundschaften. Die Autoren dieses Bandes stellen die Grundlagen dieses neuen Konzeptes vor und machen es für therapeutische und beraterische Handlungsfelder wie Medizin, Psychiatrie und Jugendhilfe nutzbar. Ihre Aufmerksamkeit gilt dabei auch der Resilienz der professionellen Helfer selbst. Mit Beiträgen von: Ulrike Borst • Luc Ciompi • Marie-Luise Conen • Siliva Dinkel-Sieber • Urs Hepp • Bruno Hildenbrand • Evan Imber-Black • Andrea Lanfranchi • Tom Levold • John S. Rolland • Froma Walsh • Emmy E. Werner • Rosmarie Welter-Enderlin.
Rezension zu diesem Buch
Ich bin von der gedanklichen Fülle und der Vielseitigkeit der Beiträge sehr beeindruckt und halte es für ein wichtiges Buch.
Elizabeth Kandziora
(Systeme. Interdisziplinäre Zeitschrift für systemtheoretisch orientierte Forschung und Praxis in den Humanwissenschaften, 2/2007)
Das Buch und der Ansatz beinhaltet sehr ermutigende Zugangswege in einer Zeit, die immer noch von der Betonung von Mängeln und Defiziten geprägt ist. Darüber hinaus hat mich der ganze Band wegen der ihm innewohnenden Wertschätzung der Kraft von Menschen, wie sie in den Fallbeispielen der AutorInnen zum Ausdruck kommen, sehr beeindruckt. Ich empfehle das Buch uneingeschränkt!
Cornelia Tsirigotis
(Systhema, Heft 3, 2007)
Ein interessantes Buch, das sich durch seine facettenreichen Beiträge gut lesen lässt und neugierig macht, darüber noch mehr zu erfahren. Die umfangreichen Literaturangaben nach jedem Beitrag sind dabei sehr hilfreich. Es sollte als fachlich fundiertes Grundlagenwerk in keiner Fachbibliothek aller therapeutischen, beraterischen und sozialpädagogischen Berufe fehlen.
Marie-Luise Wildeis
(Schwierige Kinder verstehen und helfen, Oktober 2007)
Was ist der Unterschied von Ressourcen und Resilienz? Was wird eigentlich genau unter Resilienz verstanden? Was bedeutet Resilienz z. B. für die Bewältigung von Traumata? Darauf gibt es in diesem Buch differenzierte Antworten mit zahlreichen, anschaulichen Beispielen.
Gabriele Hardwiger-Bartz
(Sozialarbeit in Österreich, Zeitschrift für Soziale Arbeit, Bildung und Politik, 02/2007)
Die Autoren stellen die Grundlagen des Konzepts Resilienz in unterschiedlichen Anwendungsfeldern vor und machen es damit für therapeutische und beraterische Handlungsfelder wie Gesundheitssystem, Schule, Beratungssysteme, Jugendhilfe usw. nutzbar.
Das Buch ist praxisbezogen gestaltet, liest sich flüssig und macht neugierig, auch die weiterführende Literatur zu lesen, die im Anschluss an jedes Kapitel aufgeführt ist.
Jochen Gehrmann
(Forum der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, März 1-2007)
Mit dem Tagungsband wird der Diskurs und Forschungsstand für Theoretikerinnen und Praktikerinnen transparent.
Ein facettenreiches und sehr empfehlenswertes Werk, das den aktuellen Stand der Diskussion und Forschung zum Konzept der Resilienz in lebendiger und praxisnaher Weise wiedergibt.
Annette Clauß
(www.socialnet.de, 23.02.2007)
Welter-Enderlin setzt sich in einem reich gefüllten Sammelband mit aktuellen Forschungsergebnissen zur Resilienz auseinander. Damit gehört dieser Band als Pflichtlektüre in jedes therapeutische Bücherregal.
Joachim Hackler
(Sprachrohr Lerntherapie , 2/2006)

Rosmarie Welter-Enderlin
Rosmarie Welter-Enderlin (1935–2010), MSW; Paar-, Familien- und Organisationsberaterin, langjährige Lehrbeauftragte an der Universität Zürich; Autorin zahlreicher Fachartikel und Bücher, darunter „Resilienz und Krisenkompetenz“ (2010), „Einführung in die systemische Paartherapie“ (2. Aufl. 2010) und „Wie aus Familiengeschichten Zukunft entsteht“ (2006). 2003 erhielt sie den „American Family Therapy Academy Award“ für herausragende Beiträge zur Familientherapie. Im Jahr 2006 ehrten zahlreiche Kollegen Rosmarie Welter-Enderlins Beitrag zur Entwicklung der systemischen Therapie und Beratung mit der Festschrift „Erhalten und Verändern“ (hrsg. von Bruno Hildenbrand).

Bruno Hildenbrand
Bruno Hildenbrand, Prof. Dr.; Professor für Sozialisationstheorie und Mikrosoziologie am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena; Dozent und Supervisor am Ausbildungsinstitut für systemische Therapie und Beratung in Meilen/Zürich. Veröffentlichungen u. a. „Unkonventionelle Familien in Beratung und Therapie“ (2009) sowie „Einführung in die Genogrammarbeit“ (3., überarb. Aufl. 2011); gemeinsam mit Rosmarie Welter-Enderlin u. a. Herausgeber von „Resilienz. Gedeihen trotz widriger Umstände“ (3. Aufl. 2010).
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