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Gianfranco Cecchin
Marie-Luise Conen

Wenn Eltern aufgeben

Therapie und Beratung bei konflikthaften Trennungen von Eltern und Kindern

239 Seiten, Kt, 2008
€ 24,95
978-3-89670-629-4

Inhaltsverzeichnis  ·  Leseprobe

Kinder schon mal dorthin zu wünschen, „wo der Pfeffer wächst“, kommt sicherlich bei vielen Eltern vor, wenn sie mit dem Verhalten ihrer Kinder nicht zurechtkommen. Diesen Wunsch jedoch in die Tat umzusetzen und die Erziehungsverantwortung für die Kinder an den Staat abzugeben, ist in der Regel Ergebnis eines längeren Prozesses von – erfolglosen – gegenseitigen Versuchen, das Verhalten des anderen zu beeinflussen. Das Beharren auf den eigenen Vorstellungen und Vorannahmen bei Eltern wie Kindern verursacht viel Leid und führt nicht selten zu konflikthaften Trennungen.

Dieses Buch unterstützt Therapeuten und andere professionelle Helfer beim Umgang mit Familien, in denen eine Trennung von Eltern und Kindern im Raum steht oder bereits stattgefunden hat. Die Autoren schildern, unter welchem Druck Eltern heute stehen und was unser Familienbild dazu beiträgt. Sie raten davon ab, den moralischen Zeigefinger zu erheben, wenn Eltern aufgeben, und stattdessen herauszufinden, was Kinder mit ihrem unkooperativen Verhalten sagen wollen. Anhand von ausführlichen Familiengesprächen und Fallbesprechungen werden Lösungswege aufgezeigt.

Der Band ist das Ergebnis einer intensiven und langjährigen Zusammenarbeit zwischen Marie-Luise Conen und einem der Pioniere der Familientherapie, Gianfranco Cecchin, die bis zu dessen Tod anhielt. Es ist dies sein letztes Buch und sein Vermächtnis.

Rezension zu diesem Buch

Für die Professionalisierung eines Berufsfeldes unbedingt empfehlenswert.
(PÄD Forum: unterrichten erziehen, 1/2009)

Zweierlei hat mich an dem Buch beeindruckt: die respektvolle, unvoreingenommene Haltung gegenüber der Familien, die in großen Schwierigkeiten stecken, die sich durch das ganze Buch hindurch zieht, und das sehr persönliche Vorwort von Marie-Luise Conen, in dem sie die Zusammenarbeit zwischen beiden beschreibt und das ihre schwer gefallene Weitermachen an den Veröffentlichungen nach Gianfranco Cecchins Tod 2004. Ich wünsche dem Buch eine große Verbreitung in allen Kinder- und Jugendhilfekontexten und lege es uneingeschränkt und nachdrücklich denjenigen ans Herz, die mit Eltern, Kindern nicht nur in schwierigen Konstellationen zu tun haben.
Tom Levold (Systhema, 22. Jg, Heft 3, 2008)

„Das Buch unterstützt Therapierende und andere professionelle Helferinnen und Helfer bei der Arbeit mit den betroffenen Familien und veranschaulicht anhand ausführlicher Fallbeispiele die möglichen Wege der Konfliktbewältigung.“
Heidi Koschwitz (Soziale Arbeit. Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete, 07/2008)

Die Beschreibungen aus der familientherapeutischen Praxis sind plausibel, die Lösungsansätze auch für Nichttherapeuten nachvollziehbar und erhellend. Ein empfehlenswertes Buch.
Rainer Deimel (i-Punkt (ABA Informationsdienst), 6/2008, Mai)

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Gianfranco Cecchin

Gianfranco Cecchin, (1932–2004), M. D., war Mitbegründer der Mailänder Schule der systemischen Therapie. Als Kodirektor des Centro Milanese Di Terapia Della Famiglia in Mailand wurde er durch seine Pionierarbeit in der Familientherapie weltweit bekannt. Er ist Autor bzw. Koautor zahlreicher Artikel und Bücher, unter anderem des Klassikers „Respektlosigkeit. Provokative Strategien für Therapeuten“ (zus. mit Wendel A. Ray und Gerry Lane).

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Marie-Luise Conen

Marie-Luise Conen, Dr. phil., Dipl.-Psych., Dipl.-Päd., M. Ed. (Temple University); Leiterin des Context-Instituts für systemische Therapie und Beratung (Berlin); 1993–2000 Vorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Familientherapie (DAF). Zahlreiche Veröffentlichungen, u. a.: „Wo keine Hoffnung ist, muss man sie erfinden. Aufsuchende Familientherapie“ (5. Aufl. 2011), „Wie kann ich Ihnen helfen, mich wieder loszuwerden? Therapie und Beratung in Zwangskontexten“ (zus. mit Gianfranco Cecchin, 3. Aufl. 2011).

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