Cornelia Oestereich
Einführung in die interkulturelle systemische Beratung und Therapie
126 Seiten, Kt, 2009
€ 12,95
978-3-89670-677-5
Inhaltsverzeichnis · Leseprobe
In einer multikulturellen Gesellschaft können die Menschen immer weniger davon ausgehen, dass ihr Gegenüber die gleichen Vorstellungen über die Welt hat oder gleiche Werte und Haltungen vertritt. Auch professionelle Beratung und Psychotherapie müssen sich auf ethnische und kulturelle Veränderungen einstellen.
Thomas Hegemann und Cornelia Oestereich stellen in dieser Einführung kompakt und übersichtlich die Grundlagen und Besonderheiten der interkulturellen systemischen Arbeit dar. Nach einer Einführung in die Grundlagen der Sozialanthropologie und Medizinethnologie beschreiben sie die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für die interkulturelle Praxis. Den größten Teil nehmen die Beispiele aus der beraterischen bzw. therapeutischen Praxis des Autorenteams ein. Sie illustrieren ein breites Angebot von Beratungsmethoden für die psychosoziale Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergund, von der Überwindung von Sprachbarrieren bis zur Arbeit in emotional belastenden Situationen.
Ein ausführliches Literaturverzeichnis und Vorschläge für Praxisleitlinien schließen die Einführung ab.
Autorin Cornelia Oestereich über das Buch
Rezension zu diesem Buch
Die Autoren bieten mit anschaulichen Praxisbeispielen aus der Einzelberatung viele Einblicke in ihre zweifellos umfassenden Erfahrungen.
Kurzweilig und angenehm.
Gerhard Krejci
(OrganisationsEntwicklung, 1/2011)
In der als Einführung in die interkulturelle Beratung gedachten Publikation von Hegemann und Oestereich wird dem Leser sehr schnell klar, dass in der interkulturellen Arbeit klassische Beratungsansätze zu kurz greifen, um der kulturellen Vielfalt gerecht zu werden.
Auch für ungeübte Leser ist das Buch eine Freude. Die verständliche Sprache, die Alltagsnähe und die Lebendigkeit in der Darstellung führen dazu, in die Welt des systemisch-konstruktivistischen Fühlens einzutauchen.
Ein lohnenswertes Buch, das zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema einlädt und viele Anregungen zur weiterführenden Literatur gibt.
Georg Singe
(Kontext. Zeitschrift für Systemische Therapie und Familientherapie., 1/2010)
Ich hatte selten ein Buch in der Hand, dessen Inhalt so genau dem entspricht, was die AutorInnen als sein Ziel beschreiben.
Personen, die eine Einführung wollen, bietet der sorgfältige und durchdachte Aufbau eine Anleitung, die es schafft, gleichzeitig Orientierungswissen zu vermitteln und vermeintliche Sicherheiten zu irritieren. Besonders dankbar war ich, dass der organisationale Aspekt nicht außer Acht gelassen wird. Im dritten Teil geht es um „Organisationsentwicklung“. Es ist diese theoretisch profunde Konkretheit, mit der sich die AutorInnen auf ihr Thema einlassen, die das Buch auch für fachlich vorgebildete LeserInnen zu einer lohnenden Lektüre macht. Ich kann es allen, die in dem Feld arbeiten wollen, wärmstens empfehlen.
Michaela Judy
(BASYS, 2/2009)
Das Buch bietet in all seinen Teilen gut verständliche, fokussierte und praxisnahe Einblicke in das Feld der interkulturellen Beratung und Therapie und stellt so für eine breite Zielgruppe ein hilfreiches Einführungs- und Nachschlagwerk dar.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Leser bereits nach den Grundlagen gut vorbereitet auf einen reflektierten Umgang mit interkulturellen Situationen fühlen kann und mit erste hilfreichen Instrumenten ausgerüstet ist.
Ein durchweg und einer breiten Zielgruppe zu empfehlendes Buch.
Sonja Bandorski
(www.socialnet.de, ab 03.09.2009)
Dieses kompakte Büchlein beschreibt einführend und übersichtlich die Grundlagen und Besonderheiten der interkulturellen systemischen Arbeit.
Anregend, fundiert.
(PÄD Forum: unterrichten erziehen, Mai/Juni 2009)
Hilfreiches Einführungswerk.
Klaus-Günther Beck-Ewerhardy
(www.amazon.de, ab 23.03.2009)
Diese Einführung auf gerade mal gut 120 Seiten ist ein ausgezeichnetes Arbeits- und Reflexionsmaterial für die Berücksichtigung interkultureller Aspekte bei der systemischen Beratung und Therapie.
Vortrefflich und transparent!
Detlef Rüsch
(www.amazon.de, ab 18.03.2009)

Thomas Hegemann
Thomas Hegemann, Dr. med.; Facharzt für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, psychotherapeutische Medizin; Lehrsupervisor und lehrender Coach (SG). Leiter des „ich schaff’s“-Instituts; Lehrtrainer von istob – Zentrum für Systemische Therapie, Supervision und Beratung.

Cornelia Oestereich
Cornelia Oestereich Dr. med., Psychiaterin, Psychotherapeutin, Familientherapeutin. Ärztliche Leiterin einer psychiatrischen Klinik mit Fachabteilungen für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie, Suchterkrankungen, Gerontopsychiatrie sowie Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und -psychotherapie.
Lehrtherapeutin (SG) und Lehrende Supervisorin (SG) am Niedersächsischen Institut für Systemische Therapie und Beratung Hannover e. V.; Vorsitzende der Systemischen Gesellschaft (SG) Deutscher Verband für Systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung e. V.
Bis 2007 Vorstandsmitglied des Ethnomedizinischen Zentrums Hannover e. V. Arbeitsschwerpunkte:
Entwicklung und Etablierung interkultureller (systemischer) Behandlungskonzepte in der stationären wie ambulanten Psychiatrie. Systemische interkulturelle Familientherapie mit Dolmetschern. Entwicklung systemischer Behandlungskonzepte in der stationären Akutpsychiatrie (SYMPA). Etablierung systemischer, ambulanter Therapiekonzepte für schwertraumatisierte Menschen, auch aus anderen Kulturen.
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