
So hab ich das noch nie gesehen
Systemische Therapie für Verhaltenstherapeuten
270 Seiten, Kt, 2009
€ 29,95
ISBN 978-3-89670-701-7
Inhaltsverzeichnis · Leseprobe
Unter Verhaltenstherapeuten genießen die Methoden der systemischen Therapie schon länger hohes Ansehen. Was bislang fehlte, war ein fundiertes Buch, das die Quintessenz der systemischen Therapie für die Verhaltenstherapie aufbereitet und nutzbar macht.
Der Autor dieses Buches ist in beiden Welten zu Hause: als Mitbegründer des Instituts für Aus- und Weiterbildung in klinischer Verhaltenstherapie in Bad Dürkheim und als Lehrtherapeut am Institut für Familientherapie Weinheim. Weil es ihm nicht um eine Integration der beiden Verfahren geht, macht er zunächst die Unterschiede in den Erklärungsmodellen, im Vorgehen und in der Haltung des Therapeuten deutlich. Im Hauptteil des Buches werden ausführlich die Rahmenbedingungen, Interview- und Interventionstechniken der systemischen Therapie erläutert. Anmerkungen zur Evaluation und zur Selbstreflexion des Therapeuten runden das Buch inhaltlich ab.
Die ständige Verknüpfung von Theorie und Praxis ergänzt und erweitert das Repertoire von Psychologen, Pädagogen, Ärzten und Hochschullehrern, die verhaltenstherapeutisch arbeiten. Von der kompakten Einführung in die systemische Therapie profitieren aber auch Tiefenpsychologen und Vertreter anderer Schulen.
"Endlich! Auf diese sorgsame und fundierte Grundlegung der systemischen Perspektiven in der Verhaltenstherapie haben wir lange gewartet. Unbedingt empfehlenswert." Prof. Dr. Peter Fiedler, Heidelberg
"Sehr zu empfehlen zum Thema Therapieschulenbegegnung – auch für Tiefenpsychologen, Systemiker und andere Therapeuten. Ich kenne zurzeit kein Buch, das so verständlich am Denken von Praktikern andockt und sich mit den Unterschieden im Hintergrund zwischen den Therapien auseinandersetzt. Kompliment!" Anne Lang, Milton-Erickson-Institut Bonn
Rezension zu diesem Buch
Hans Lieb legt mit diesem Buch eine umfangreiche Antwort vor auf die an sich selbst gestellte Frage, was er denkt, wenn er systemisch arbeitet. Diese Antwort ist zunächst an VerhaltenstherapeutInnen gerichtet und möchte diesen das eigene Denken hinter dem Handeln verständlich machen – allerdings wird man auch als bereits systemisch geschulte(r) LeserIn Gewinn aus diesem Blick um die Ecke ziehen.
Johannes Herwig-Lempp (Systhema, 2/2010 (Juli))
Dem Autor, der in beiden Verfahren als Praktiker und Lehrender tätig ist, gelingt der Spagat zwischen notwendiger Unterschiedsbildung und gleichzeitigem Respekt für die beiden Verfahren auf authentische Weise.
Das vorliegende Buch ist allen Psychotherapeuten zu empfehlen. Es ist eine sehr verständliche Reflexionshilfe dabei, wie Therapiemodelle glauben, Veränderung zu bewirken, und wie sie das Tun der TherapeutInnen bestimmen. Das bereichert alle psychotherapeutisch Tätigen, nicht zuletzt die Systemiker selbst.
Anne M.
Lang (Familiendynamik, 3/2010)
Das Besondere und Einmalige dieses Buches bleibt es, sich den Unterschieden zu stellen. Es existiert meines Erachtens kein Buch, das wie dieses gerade in der Gegenüberstellung der hinter den beiden Verfahren liegenden Theorien Informationen durch Unterschiede erzeugt.
Dieses Buch ist insgesamt nicht nur für Verhaltenstherapeuten erhellend. Es wendet sich an alle Psychotherapeuten und Berater, die verantwortlich die selbst genutzten Vorgehensmodelle reflektieren oder diese systemisch erweitern möchten.
Anne M.
Lang (Report Psychologie, 4/2010)
Ein ernst zu nehmendes Plädoyer für eine Aufhebung "schulischer" Begrenzungen und für eine wirklich integrativ denkende und handelnde Psychotherapie. "Integration" markiert dabei nicht Reduktion der jeweiligen Ansätze, sondern wissenschaftlichen und praktischen Pluralismus.
Das Buch richtet sich zwar in erster Linie an ausgebildete oder sich in Ausbildung befindliche Verhaltenstherapeuten, ist aber allen, die in Praxis, Lehre und Forschung mit Psychotherapie zu tun haben (wollen) zur Lektüre zu empfehlen.
Hans-Peter Heekerens (www.socialnet.de, 23.12.2009)
Zum Thema Therapieschulenbegegnung empfehle ich sehr das Buch von Hans Lieb auch für TPler, Systemiker und alle anderen. Ich weiß aus meinen Seminaren und Handouts wie schwierig das Unterfangen ist und kenne z. Z. kein Buch, das so verständlich an dem Denken von Praktikern angedockt und sich mit den Unterschieden im Hintergrund zwischen den Therapien auseinandergesetzt hat. Kompliment an dieser Stelle an den mir persönlich unbekannten Verfasser.
Privat

Hans Lieb
Hans Lieb Dr. phil., Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Lehrtherapeut und Lehrsupervisor in Systemischer Therapie (IFW, A&E und SG) und Verhaltenstherapie (IFKV Bad Dürkheim), Gesprächspsychotherapie, NLP. Psychotherapeut ECP. Langjährige Tätigkeiten in Sucht- und psychosomatischen Kliniken, zuletzt als leitender Psychologe. Praxis in Edenkoben (Rheinland-Pfalz) für Psychotherapie, Paar- und Familientherapie, Supervision (Ausbildung – Einzel – Gruppen – Team).
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