
Ich lerne, also bin ich
Eine systemisch-konstruktivistische Didaktik
236 Seiten, Kt, 2007
€ 27,95
978-3-89670-574-7
Inhaltsverzeichnis · Leseprobe
Jeder Mensch lernt anders. Diese Erkenntnis findet in den gängigen didaktischen Konzepten in der Regel wenig Beachtung. Im Vordergrund steht meist die Technologie des Vermittelns.
Die von konstruktivistischen Lerntheorien beeinflusste Ermöglichungsdidaktik verabschiedet sich von herkömmlichen Vermittlungsmodellen. Im Mittelpunkt steht hier das Prinzip „Lernen zu lernen“: Der Lernende trägt die Verantwortung für den Lernprozess. Der Lehrende muss dafür den notwendigen Raum schaffen und die Selbstlernkompetenz des Schülers stärken. Diese Fähigkeit zum selbstständigen Lernen ist eine wesentliche Voraussetzung für den lebenslangen Wissenserwerb. Rolf Arnold stellt in dieser Einführung in die Ermöglichungsdidaktik eine neue Form des „lebendigen Lernens“ vor. Er verbindet aktuelle hirnpsychologische Erkenntnisse und didaktisches Theoriewissen mit systemisch-konstruktivistischen Konzepten zur Entwicklung, Aneignung und Veränderung von Wissen.
Rezension zu diesem Buch
„Arnold ist ein wichtiger Beitrag in der Diskussion um die Entwicklung von zeitgemäßen didaktischen Konzepten gelungen.“
Frank Siepmann
(eLearning Journal, Februar 2009)
Arnolds Buch gleicht einem interdisziplinären Segelflug über die Landschaft der vielfältigen Perspektiven und Anforderungen der Themen Lernen, Entwicklung und Veränderung. Eine wesentliche Stärke des Buches ist, dass der Autor immer wieder dazu einlädt, genauer hinzuschauen und wesentliche Details der Diskussion genauer zu betrachten. Die Zielgruppe könnte durchaus noch auch um all jene Menschen erweitert werden, die bereits im beruflichen Felde stehen. Lehrende, Erziehende, kurz alle, die für die Entwicklung bzw. die Weiterentwicklung von Menschen (mit-)verantwortlich zeichnen. Es ist zu hoffen, dass der verhältnismäßig anspruchsvolle Text von vielen Lehrenden, Erziehern und Pädagogen nicht nur gelesen, sondern bei ihrer Arbeit auch beherzigt wird.
Andreas Paula
(www.socialnet.de, ab 02.06.2008)
Selten ist es mir so ergangen, dass ich bei der Lektüre eines Buches sofort ‚mittendrin‘ war. Rolf Arnold fällt in gewisser Weise direkt ‚mit der Tür ins Haus‘. Er spricht Inhalte an, die allen pädagogisch Tätigen auf angenehme Weise die Augen zu öffnen imstande sind.
Hervorragendes Merkmal des Buches: die präzise Differenzierung zwischen einer Vermittlungs- und einer Ermöglichungsdidaktik.
Das Buch ist eine äußerst konstruktive Arbeitshilfe zu Bewältigung des pädagogischen Alltags – egal, ob in der Schule oder in der Kinder- und Jugendarbeit.
Rainer Deimel
(i-Punkt (ABA Informationsdienst), Februar 2008)
„Arnold setzt sich fundiert mit den didaktischen Konzepten der letzten Jahrzehnte auseinander, stellt konstruktivistische wie systemtheoretische Grundlagen dar. (...) Arnold macht deutlich, dass Schulentwicklung sowohl unter die Haut gehen muss als auch eine didaktische Vision braucht, die sichtbar vorgelebt werden will. Weiterentwicklung geschieht von innen und bedarf der Begleitung bei der Bestimmung eigener Ziele und Ressourcen. Er setzt dabei stark auf Teamentwicklung und Vertrauens-, Dialog- und Kooperationskultur auf dem Weg zur Führung durch Selbstführung. (...) Das Buch besticht nicht nur durch den breiten theoretischen Hintergrund, es liest sich auch sprachlich sehr schön und wird durch Tabellen übersichtlich gestaltet. Ich empfehle es PädagogInnen, LehrerInnen und Verantwortlichen in Schulleitung und Schulmanagement ebenso wie denjenigen, die mit diesen Berufsgruppen in Supervision, Leitungscoaching oder Schulentwicklungsprozessen zu tun haben. Arnolds Buch weist Wege, dass auch Schule und Pädagogik den Weg ins Möglichkeitenland eröffnen können, wenn wir die Chance dafür nutzen.“
Tom Levold
(Systhema, Heft 3, 2007)
„Lehrerinnen und Lehrern, die nicht länger darunter leiden (oder darob resignieren wollen), dass sie das Lernen der Schülerinnen und Schüler immer wieder nur mit begrenztem Erfolg planen (und erzwingen) können, will dieser Band Mut machen, es einmal anders zu versuchen: die Lernenden als die subjekthaften „Konstrukteure“ ihres Wissens zu verstehen und die eigene professionelle Kompetenz in der „Ermöglichung“ solcher Prozesse zu suchen.“
Jörg Schlömerkemper
(Die Deutsche Schule, Heft 4, 2007)
Die Ermöglichungsdidaktik wird in unserer Zeit der Explosion von Wissensbeständen immer wichtiger.
Ute Sonntag
(Impulse - Newsletter zur Gesundheitsförderung, 2. Quartal 2007/Juni)
‚Ich lerne, also bin ich‘ ist ein 5-Sterne-Buch, das in gründlicher Weise eine systemisch-konstruktivistische Didaktik erläutert.
Dem Pädagogik-Professor in Kaiserslautern ist es hierbei gelungen, Erkenntnisse aus der Systemtheorie und aus der Schulpädagogik so miteinander zu verknüpfen, dass weder ein neues Schul-, noch ein anderes Therapiebuch herausgekommen ist. Vielmehr wird man sich als LehrerIn an einer Schule oder in der Erwachsenenbildung verstanden wissen.
Im Gesamten ist das Buch eine hilfreiche Begleitung, sein eigenes Lernen und Lehren zu überdenken bzw. zu ‚überfühlen‘ und die für den jeweiligen Alltagsgebrauch hilfreichen Anregungen zu übernehmen. Ein Muss für jede Lehrkraft und alle, die Wissen zu vermitteln haben.
Detlef Rüsch
(www.amazon.de, ab 01.07.2007)

Rolf Arnold
Rolf Arnold, Prof. Dr., Professor für Pädagogik; Wissenschaftlicher Direktor des Distance and Independent Studies Centre (DISC) an der TU Kaiserslautern; systemischer Berater im nationalen und internationalen Rahmen (Schwerpunkte: Führungskräfte, Bildungssystementwicklung). Lehrtätigkeiten an den Universitäten Bern, Heidelberg und Klagenfurt sowie an der Pädagogischen Hochschule Luzern. Veröffentlichungen u. a.: Aberglaube Disziplin (2007), Ich lerne, also bin ich (2007), Seit wann haben Sie das? (2009), Wie man ein Kind erzieht, ohne es zu tyrannisieren – 29 Regeln für eine kluge Erziehung (2011).
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