
Aberglaube Disziplin
Antworten der Pädagogik auf das "Lob der Disziplin"
168 Seiten, Kt, 2007
€ 17,95
ISBN 978-3-89670-614-0
Inhaltsverzeichnis · Leseprobe
Wie kann es sein, dass autoritäre Erziehungsparolen heute wieder auf offene Ohren stoßen und Teile der Öffentlichkeit Gefallen finden an Disziplin, Strafe und Gehorsam? Rolf Arnold nimmt die Erziehungsmentalität unter die Lupe, die hinter dem "Lob der Disziplin" steckt. Dabei treten zum Teil erschreckende, vordemokratische Einstellungen zu Tage, mit deren eindimensionalen, mechanistischen Erklärungen der beklagte "Erziehungsnotstand" sicher nicht zu beheben ist.
Der autoritätsgläubigen Verlegenheit in Erziehungsfragen stellt der Autor eine "professionelle Balance" gegenüber, die Kinder nicht als Gegner betrachtet, sondern ihnen mit Achtung, einfühlendem Verstehen und persönlicher Authentizität begegnet. Als Grundlage dienen ihm die Annahmen und die Haltung der systemischen Pädagogik. Neben praxistauglichen Diagnose-Instrumenten gibt das Buch ganz konkrete Tipps, Hinweise und Vorschläge, die dem Erziehungsalltag gerecht werden und Eltern wie Lehrern helfen, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Ein zukunftsweisendes Buch!
"Die Argumente von Rolf Arnold sprechen mir aus dem Herzen. Endlich werden in der Erziehungsdiskussion die Erkenntnisse der Jugend-, Familien- und Bildungsforschung berücksichtigt." Prof. Dr. Klaus Hurrelmann
Rezension zu diesem Buch
All denjenigen, die Erziehung als Dialog mit der absoluten Notwendigkeit einer gegenseitigen Wertschätzung auffassen, denen sei dieses Buch von Rolf Arnold als "Stärkung" empfohlen – allen anderen als ein Instrument zum Nachdenken und eventuell sogar Überdenken ihrer Position.
Christa D. Schäfer (www.mediation-berlin-blog.de, 09.09.2009)
Rolf Arnold, Pädagogikprofessor an der TU Kaiserslautern, nimmt den Bestseller Lob der Disziplin' des ehemaligen Internatsleiters von Schloss Salem, Bernhard Bueb, als fulminante Steilvorlage, um die Bueb'schen Erziehungsvorstellungen nach allen Regeln der Kunst in ihre ungenießbaren Einzelteile zu zerlegen und gleichzeitig äußerst ambitioniert und kenntnisreich eine differenzierte, am systemischem Verständnis orientierte und an wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtete Pädagogik zu entwickeln.
Andreas Engel (Erziehungsberatung aktuell, 2/2008)
Dieses Buch ist nicht einfach eine Antwortschrift auf Buebs Buch, es ist viel mehr und daher höchst lesenswert.
Es empört sich nicht einfach, wenn auch zu Recht, über Buebs kurzsichtigen und gefährlichen Ansatz, sondern arbeitet den Ansatz der systemischen Pädagogik so aus, dass dabei die Richtungen und Hilfen deutlich werden, wenn es um eine verantwortliche Erziehung geht.
Ein grundlegendes Buch.
Arnolds Buch sind viele Leserinnen und Leser zu wünschen.
Peter Jansen (Schulmagazin 5–10, 1/2009)
Ein sehr differenziertes Werk, welches neben wissenschaftlichen Erkenntnissen viele konkrete Hinweise für den Erziehungsalltag in Schule und Familie gibt.
Erika Eichenberger (Basler Schulblatt, 09/2008)
Jörg Schlömerkemper (Die Deutsche Schule, Februar 2008)
Trotz oder womöglich wegen des wissenschaftlichen Ansatzes bietet dieses Buch auch praxistaugliche Hinweise und Vorschläge für den Erziehungsalltag, denn letztendlich hilft kein noch so ausgefeiltes Instrumentarium, kein noch so effektiver Einsatz von Methoden und kein Rezept, wenn jene nicht durch eine Haltungsänderung bzw. einen Perspektivwechsel basiert sind.
(Schulmanagement. Die Zeitschrift für Schulleitung und Schulpraxis, 3/2008)
Ich habe dieses Buch in einem Stück mit Gewinn und Genuss gelesen. Es sollte Pflichtliteratur für Pädagogen sein. Ich empfehle es allen, die beruflich und darüber hinaus zu tun haben mit Kindern, die nicht in Schablonen passen, und mit Pädagogen, die Wege suchen, mit ihnen klarzukommen mit anderen Möglichkeiten, als sie in solche Schablonen zu pressen. Und weiterhin auch denjenigen, die mit Pädagogen arbeiten und sie auf ihrem Weg unterstützen. Arnold erinnert begründet und nachhaltig daran, dass gute Antworten an und auf Kinder, die in einer schwierigen Welt und in schwierigen Lebenslagen Schwierigkeiten machen, immer noch von Respekt getragen sind.
Tom Levold (Systhema, Juni 2/2008 )
Ein fundierter Diskussionsbeitrag, gleichermaßen für die Fachwelt von Relevanz wie für Interessierte, die die Diskussion über Buebs Thesen weiter verfolgen wollen.
Reinhold Heckmann (ekz Bibliotheksinfo, 7/2008 (Februar))
Das Buch ist ermutigend, weil es dem oftmals reflexartig einsetzenden Disziplinierungs- und Besserwissergehabe des Erziehungsalltags einen Spiegel vorhält. Es fordert dazu auf, auch an Misserfolgen zu lernen. Und es warnt eindrücklich davor, Erziehung als Anpassung an die Gesellschaft zu missbrauchen.
Dagmar Scholle (Saarländischer Rundfunk, 22.03.2008)
Eine für die Diskussion und für ein pädagogisch und politisch verantwortliches Handeln äußerst nützliche Replik!
Unsere Empfehlung: Erst lesen, dann schwatzen!
Rainer Deimel (i-Punkt (ABA Informationsdienst), Februar 2008)
Das Buch des Erziehungswissenschaftlers enthält viel Theorie, aber auch konkrete Vorschläge, die Eltern und Lehrern helfen, in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Almut Siegert (Familie & Co, 2/2008)
Ich habe selten ein Buch mit soviel Gewinn und gleichzeitig Genuss gelesen.
Der Text ist mehr als eine bloße Auseinandersetzung mit einem anderen Buch. Rolf Arnold legt im Grunde in Kürze und Verständlichkeit dar, was heute Erziehung heißt. Dabei verbindet er Systemische Theorie mit den schon fast vergessenen, aber wichtigen Ansätzen von Tausch und Tausch sowie Gordon. Der Autor verbindet zudem
organische Theorie mit Praxisanalysen und Hinweisen. Und -nicht zuletzt- hat Arnold
in allen Urteilen Recht (auch weil er sie "selbsteinbezogen reflektier(t)").
Schade, dass es "nur" eine Auseinandersetzung mit Bueb ist (der sie gar
nicht verdient, wohl aber die Aufmerksamkeit, die er ausgelöst hat): es
hätte ein Standardwerk über Erziehung sein können; aber vielleicht wird
es das ja noch!?
Hans-Günter Rolff (Zitat, )

Rolf Arnold
Rolf Arnold, Prof. Dr., Professor für Pädagogik (insbesondere Berufs- und Erwachsenenpädagogik); Aufsichtsratsvorsitzender und Wissenschaftlicher Direktor des Distance and International Studies Centre (DISC) an der TU Kaiserslautern; Verwaltungsratsvorsitzender des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE, Bonn) sowie systemischer Berater im nationalen und internationalen Rahmen (Schwerpunkte: Führungskräfte, Bildungssystementwicklung). Lehrtätigkeiten an den Universitäten Bern, Heidelberg und Klagenfurt.
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