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Kenneth J. Gergen
Mary Gergen

Einführung in den sozialen Konstruktionismus

Aus d. Amerikanischen v. Karin Roth
118 Seiten, Kt, 2009
€ 12,95
978-3-89670-681-2

Inhaltsverzeichnis  ·  Leseprobe

Der soziale Konstruktionismus ist eine Ausrichtung der Sozialpsychologie, die untersucht, wie gesellschaftliche Wirklichkeit über sprachliche Mittel hergestellt wird. Alles scheinbar Reale ist durch Beziehungen aufgebaute Konstruktion. Die Wurzeln dieses Ansatzes liegen in den USA. Seit einigen Jahren wird er jedoch auch in Europa als viel versprechend, innovativ und zukunftsträchtig wahrgenommen.

Kenneth J. Gergen gilt als führender Vertreter dieser Erkenntnisweise. In der vorliegenden Einführung will er zusammen mit seiner Frau, Mary Gergen, ein Grundverständnis für die kraftvollen Ideen des Sozialen Konstruktionismus vermitteln. In fünf Kapiteln führen die Autoren durch die wichtigsten theoretischen Entwicklungen und die praktischen Auswirkungen konstruktionistischer Szenarien in Organisationen, Psychotherapie, Erziehung, Konfliktlösung, Sozialforschung und im Alltag. Das abschließende Kapitel setzt sich mit den Kritikern des Ansatzes auseinander.

„Endlich: die Einführung in den Sozialen Konstruktionismus, verfasst von zwei ihrer international einflussreichsten Vordenker. Hier ist nicht nur viel über ein theoretisches Modell zu erfahren, sondern auch über seine praktischen Konsequenzen in Therapie, Pädagogik, Management. Es sind narrative, postmoderne, lösungsorientierte Ansätze, die allesamt der Einsicht folgen: Wenn „Wahrheit“ ein soziales Konstrukt ist, dann ist ein pragmatischer, radikaler Pluralismus die Konsequenz.“ F. B. Simon

Rezension zu diesem Buch

Die Autoren verstehen es, das durchaus anspruchsvolle Thema so einfach und übersichtlich darzustellen, dass sie geradezu einladen, die eigene Situation aus der Perspektive dieses Denkens zu sehen: Was wäre, wenn? Viele Aspekte unseres Zusammenlebens können wir uns so neu gestalten - und dazu gibt dieses Buch meines Erachtens großartige Anregungen.
Sonja Radatz (Lernende Organisation, September/Oktober 2010)

In klarer, verständlicher Sprache schreiben hier zwei der bedeutendsten sozialen KonstruktionistInnen eine Einführung, die nicht nur anregt, sondern beinahe ununterbrochen einlädt, eigene Gewissenheit infrage zu stellen.
Ich habe dieses kleine Buch mit Gewinn gelesen, es regt mich an, mein eigenes Tun immer wieder infrage zu stellen und Andersartigkeit zuzulassen. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen.
Jürgen Hargens (Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung, 1/2010)

Zielgruppe sind alle, die Lust haben, sich mit Systemik, Konstruktionismus und gesellschaftlichen Prozessen zu beschäftigen. Das kleine Taschenbüchlein ist eine leichte Kost und besonders für Neulinge gut geeignet.
Dagmar Wiegel (MWonline, ab 12.01.2010)

Kenneth J. und Mary Gergen schaffen es mit diesem Buch, in die zentralen Aussagen, Bereiche und Praxisfelder des Sozialen Konstruktionismus in einer spielend leichter Art einzuführen. Das Buch liest sich durchgängig sehr gut und es wirkt äußerst anregend. Gründe dafür sind sicherlich die klare Sprache der Autoren, die gute Übersetzung von Karin Roth sowie die vielen passend eingestreuten Beispiele zur Veranschaulichung der praktischen Konsequenzen.
Eine sehr lesenswerte Einführung in die Welt des Sozialen Konstruktionismus. Äußerst kenntnisreich und breit sowie in beeindruckend komprimierter Weise vermittelt sie das, was konstruktionistisches Denken auszeichnet: Pluralität – sowohl jene des Konzepts selbst als auch dessen pluralitätsakzeptierende Denk- und Handlungsmöglichkeiten.
Heiko Kleve (www.socialnet.de, ab 02.11.2009)

Und das ist die große Stärke dieses Ansatzes, so wie ihn die Gerkes in ihrer anschaulichen und kompakten Einführung darstellen: seine unmittelbare Relevanz für eine friedliche Zukunft in einer globalisierten Welt, in der die Menschen sowohl in ihrer unmittelbaren Umgebung als auch auf Konferenzen oder am Arbeitsplatz mit Menschen zu tun haben, die aus unterschiedlichen Kulturen kommen oder verschiedenen Wertesystemen anhängen. Werden die anderen und ihre Traditionen als gleichwertig akzeptiert, eröffnet sich ein gemeinsamer Diskursraum, in dem ein sozialer Umgang miteinander ausgehandelt werden kann. Auf dass etwas Neues entstehe.
Annegret Nill (changeX. Das unabhänige Online-Magazin für Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft, 02.11.2009)

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Kenneth J. Gergen

Kenneth J. Gergen ist Professor für Psychologie am Swarthmore College und Gründer des Taos Instituts, einer Non-Profit-Organisation, die sich mit der Weiterentwicklung des Sozialen Konstruktionismus und seinen gesellschaftlichen Anwendungsfeldern (u. a. Therapie, Organisationsberatung und Erziehung) beschäftigt. Forschungsstipendien der Guggenheim-Stiftung, der Fulbright Stiftung und der Alexander-von-Humboldt-Stiftung führten ihn auch nach Deutschland. Hier wurde er u. a. durch sein Buch „Das übersättigte Selbst: Identitätsprobleme im heutigen Leben“ bekannt.

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Mary Gergen

Mary Gergen ist emeritierte Professorin für Psychologie und Gender-Studien an der Penn State University. Nach ihrem Ph. D. in Sozialpsychologie arbeitete sie zunächst als psychologische Beraterin bei AT&T. Zusammen mit Kenneth Gergen gründete sie das Taos Institut. Heute betreut sie Doktoranden und lehrt Feministische Theorie an einem College in Pennsylvania. Außerdem ist sie Mitherausgeberin eines elekronischen Newsletters, der ein positives Bild vom Altern vermitteln will.

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