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Reinert Hanswille
Annette Kissenbeck

Systemische Traumatherapie

Konzepte und Methoden für die Praxis

Mit einem Geleitwort von Ellert Nijenhuis und einem Vorwort von Gunther Schmidt
398 Seiten, Kt, 2., erw. Aufl. 2010
€ 34,00
978-3-89670-753-6

Inhaltsverzeichnis

Traumatisierende Ereignisse kommen weitaus häufiger vor, als es auf den ersten Blick scheint. Unfälle, Gewalterfahrungen, Missbrauch oder Vernachlässigung lösen in rund einem Viertel der Fälle Traumafolgestörungen aus, die sich oft erst nach Monaten zeigen.

Dieses Buch verbindet erstmals das Know-how der klassischen Traumatherapie mit den erfolgreichen Methoden der systemischen Therapie zu einem umfassenden Konzept. Familientherapeuten vermittelt es einen Überblick über den aktuellen Stand der Traumatherapie und Traumaforschung. Traumatherapeuten und Medizinern ermöglicht die Einbeziehung des Systems, dessen Unterstützung zu nutzen, die Traumabehandlung deutlich zu verkürzen und Rückfälle zu vermeiden. Mitarbeitern im sozialen Dienst, die oft den ersten Kontakt zu Betroffenen haben, hilft es Traumatisierungen zu erkennen und ihre Behandlung in die richtigen Wege zu leiten. So entlastet eine systemische Traumatherapie – neben den Traumatisierten selbst – letztendlich alle Menschen, die mit ihnen zu tun haben.

Ein bedeutender Teil des Buches beschäftigt sich mit der Therapie von traumatisierten Kindern bzw. Jugendlichen und ihren Familien. Auf der Basis von kindlichen Entwicklungs- und traumaspezifischen Aspekten entwickeln die Autoren hier ein systemisches Konzept für die therapeutische Praxis. Darin werden Diagnoseinstrumente vorgestellt, Therapiestrategien entworfen und Interventionen für traumatisierte Systeme beschrieben.

Rezension zu diesem Buch

Das Buch ist für Berater/-innen, Therapeuten/-innen und Auszubildende aller Fachrichtungen geeignet, die Kontakt zu traumatisierten Menschen haben könnten. Es bietet allen Therapierenden eine methodische Vorgehensweise, die nicht nur eine systemische Retraumatisierung vermeidet, sondern gleichzeitig eine Burn-Out-Prophylaxe für das Helfersystem darstellt. Besser gehts nicht!
Kirsten Oleimeulen (www.socialnet.de, ab 26.10.2010)

Den Autoren ist es gelungen, auf die Bedeutung systemischer Denkweise und systemischer Methoden für die Traumabehandlung hinzuweisen, was insbesondere deswegen hilfreich ist, weil sich vor allen Dingen bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen die Einbeziehung der Bezugspersonen nahezu immer als wichtig erweist.
Dieter Irblich (Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 10/2009, Oktober)

Die Autoren zeigen sich angenehm wertschätzend und offen gegenüber anderen Therapiekonzepten. Das Buch ist präzise und kenntnisreich geschrieben. Es ist angenehm zu lesen. Vielfach finden sich Überblicke und Querverweise auf andere Kapitel. Traumazentrierte Ansätze sind vielfach noch defizitorientiert. Als besonders gelungen erlebe ich hier die strikte Ressourcenorientierung im Denken und den zahlreichen Handlungsempfehlungen.
Dieses wichtige Buch empfehle ich sowohl StudentInnen sozialer Berufe als auch erfahrenen Praktikern. Es ist äußerst hilfreich für alle Helfer, die im Kontakt mit traumatisierten Personen stehen.
Jürgen Beushausen (Kontext. Zeitschrift für Systemische Therapie und Familientherapie., 4/2009)

Dieses Buch zeugt sowohl von der tiefen Erfahrung und hohen Kompetenz der Autorin/des Autors als auch von ihrem Respekt und ihrer Würdigung anderer therapeutischer Zugänge. Dadurch gelingt es ihnen, die drei Zugänge – Systemtheorie, Neurobiologie und klassische Traumatherapie – höchst kompetent und differenziert miteinander zu verschränken und bisherige Schranken/Vorurteile zu überwinden. Sie schließen mid diesem „einem schon lange überfälligen und bemerkenswerten“ eine Lücke – so Nijenhuis im Geleitwort. Es ist sprachlich klar und verständlich geschrieben und eröffnet den Lesenden seinen Reichtum sowohl in der Theorie als auch mit seinen konkreten Beispielen und den sauber beschriebenen Methoden.
http://www.socialnet.de/rezensionen/7169.php
Michaela Schumacher (www.socialnet.de, ab 16.10.2009)

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Reinert Hanswille

Reinert Hanswille, Diplom-Pädagoge, ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Traumatherapeut, Paar- und Familientherapeut, Supervisor, Lehrtherapeut und Lehrsupervisor u. a. bei der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) und EMDR-Therapeut (EMDRIA). Er arbeitet in der Aus- und Weiterbildung von Familien- und Traumatherapeuten und leitet seit 1998 das Institut für Familientherapie, Systemische Supervision und Organisationsentwicklung (ifs) in Essen. Daneben ist er in eigener Praxis für Traumatherapie und Systemtherapie tätig. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen Systemische Traumatherapie, Familien- und Sexualtherapie.

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Annette Kissenbeck

Annette Kissenbeck ist Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Pädiatrie, Lehrtherapeutin bei der Deutschen Gesellschaft für Systemische Forschung (DGSF), Psychotraumatherapeutin, EMDR-Therapeutin und Supervisorin. Sie arbeitet in eigener Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie sowie in der Fort- und Weiterbildung für systemische Kinder- und Jugendtherapeuten und Traumatherapeuten.

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