Narratives Sandspiel
Sandbilder in Bewegung bringen
Welchen Geschichten erlaubst du, dein Leben zu regieren? (Michael White)
Sandbilder, die zu Beginn einer Therapie entstehen, sind oft Ausdruck des Problemerlebens. In der narrativen Sandspieltherapie wird dazu angeregt, solche Bilder nicht stehen zu lassen, sondern sie in Geschichten zu überführen: Sandbilder werden zur Momentaufnahme in einer Geschichte, die sich in die Zukunft öffnet. Hypnosystemisch betrachtet, entsteht eine Suchbewegung zu gewünschtem Erleben; mögliche Lösungen werden im Sand selbsttätig inszeniert und wirkungsvoll geankert.
Beim Praxistag zeigt Wiltrud Brächter, wie eine Weiterführung von „Sandbildgeschichten“ begleitet werden kann.
Themen sind u. a.
• die Unterscheidung zwischen „Geschichten der Progression“ und „Überlebenserzählungen“
• die Begleitung des Sandspiels und die Gestaltung des Übergangs vom Bauen zum Spiel
• hypnotherapeutische und systemische Fragetechniken bei der Reflexion des Sandbilds
• Tranceprozesse, Timing und das „richtige Maß“ an Anregungen
• die Sicherung alternativer Erzählungen und der Umgang mit den Grenzen der Einzeltherapie
Literatur:
Brächter, W. (2022): Einführung in die systemische Sandspieltherapie. Heidelberg (Carl-Auer).