Gemeinsames Sandspiel mit Familien
Neben der Arbeit mit Familienskulpturen besteht im narrativen Sandspiel die Möglichkeit des gemeinsamen Spiels im Sand. Wiltrud Brächter stellt bei diesem Praxistag ihr Konzept der "gemeinsam erzählten Sandbildgeschichten" vor, bei dem Familien ohne thematische Vorgabe ein Sandbild gestalten und es anschließend in Bewegung versetzen.
Mit jüngeren Kindern wird im Anschluss an das Bauen überlegt, welche Geschichte aus der Ausgangsszene entstehen könnte. Die Eltern erhalten hierbei oft Rollen, in denen sie ihr Kind bei symbolischen Entwicklungsschritten unterstützen können.
Mit älteren Kindern kann die Spielhandlung auch spontan im Verlauf entstehen. Eltern bietet dies die Möglichkeit, sich mit eigenen Verhaltensimpulsen auseinanderzusetzen. Eine flexible Rollenwahl erlaubt es, unterschiedliche Aspekte des Erlebens auf Figuren aufzuteilen; die fiktive Ebene einer Geschichte erleichtert es, auch tabubehaftete Seiten des eigenen Verhaltens zu zeigen und zu bearbeiten.
Beide Formen des Familiensandspiels können in unterschiedlichen Rollen erlebt und reflektiert werden.
Literatur:
Brächter, W. (2022): Einführung in die systemische Sandspieltherapie. Heidelberg (Carl-Auer).