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Niklas Luhmann

Einführung in die Systemtheorie

Hrsg. v. Dirk Baecker

347 Seiten, 9 Abb., Kt, 5. Aufl. 2009
€ 24,90
ISBN 978-3-89670-459-7

Inhaltsverzeichnis  ·  Leseprobe

Im Unterschied zu allen anderen Einführungen in die Systemtheorie führt hier der Urheber selbst in seine Theorie ein. Die Vorlesung zur Einführung in die Systemtheorie, die diesem Buch zugrunde liegt, zeigt Niklas Luhmann auf dem Höhepunkt seines souveränen Umgangs mit einer anspruchsvollen Theorie und der zu beschreibenden Gesellschaft.

Die Einführung wird ihrem Namen auch insofern gerecht, als es Luhmann darum ging, seinem studentischen Publikum ein eigenes Arbeiten mit dieser Theorie zu ermöglichen. Sie ist deshalb eine Fundgrube für einfache Ideen im Umgang mit schwierigen Fragen und bietet eine Palette von Konzepten und Theoremen, die es erlauben, Wahrnehmung, Beschreibung und Denken zu schulen – sowohl für die Beobachtung von Politik und Wirtschaft, Religion und Wissenschaft, Kunst und Erziehung, Familie und Organisation als auch für die Einschätzung aktueller Fragen der Kognitionsforschung, ökologischer Probleme und sozialer Bewegungen.

Das Buch klärt die wichtigsten Grundlagen der allgemeinen und der soziologischen Systemtheorie mithilfe präziser Begriffsvorschläge und einer Fülle von Beispielen. Darüber hinaus dokumentiert es, daß der Witz zu den wichtigsten Ressourcen ernsthafter Theoriearbeit gehört. Keiner von Luhmanns Texten ist so gut verständlich und nachvollziehbar wie dieser.

Rezension zu diesem Buch


Katharina Rockinger (OrganisationsEntwicklung, 2008)

System mit System! Ein großer Klassiker, den wir allen, die sich für angewandte Soziologie, aber auch Wissenschaftstheorie im weitesten Sinne interessieren, ans Herz legen. Forscher aller Disziplinen partizipieren daran und profitieren davon.
(Das Dosierte Leben, Nr. 57)

Das Buch hinterlässt starken Eindruck, weil sich hier der Autor selbst der Anforderung stellt, Theorieentscheidungen transparent zu machen und auf antizipierte Verstehensbedürfnisse unmittelbar reagieren zu müssen.
Das Buch ist der beste Beleg dafür , dass Luhmanns Denken facettenreich, inspirierend und vor allem nie langweilig wird.
Karl-Hein Saurwein (Soziologische Revue, April 2006)

Das Buch erklärt die wichtigsten Grundlagen der soziologischen Systemtheorie mithilfe präziser Begriffsdefinitionen und vielfältiger Beispiele. Kaum ein Text von Luhmann ist so verständlich wie dieser, denn es handelt sich um die Transkription der in den Jahren 1991/92 an der Uni Bielefeld gehaltenen Vorlesung ’Einführung in die Systemtheorie'. Luhmann redete frei und trug nahezu druckfrei vor.
Das vorliegende Buch ist insofern etwas Besonderes, als dass es die einzige Einführung von Luhmann selbst ist.
Es gibt keinen geraden Weg, keinen richtigen Einstieg in die Systemtheorie, man kann nur an einer Stelle aufspringen und irgendwann das Gefühl bekommen, etwas von dem faszinierenden Theoriegebäude verstanden zu haben. Nicht zuletzt gilt die Theorie der Systeme zurzeit als der umfassendste Versuch, Gesellschaft zu beschreiben, und ihre Gedankenansätze sind bis weit in die Beratung eingedrungen.
Daniel Wrede (MWonline, 12.11.2004)

Es ist faszinierend, Luhmanns Vorlesungen zu durchforsten, die er verständlich und einfach aufbaut, nach und nah ergänzt und entwickelt und in denen der komplette Stoffe am Ende zunehmend spannender wird.
Berthold Röth (Buchwurm Info Onlinemagazin, 17.10.2004)

Keiner von Luhmanns Texten ist so gut verständlich und nachvollziehbar wie dieser!
Das Werk ist eine äußerst lohnenswerte Investition und uneingeschränkt empfehlenswert für jeden, der an der Einordnung der unterschiedlichsten Ereignisse in eine zusammenhängende, übergeordnete kognitive Landkarte interessiert ist.
Liane Schülke (SEM RADAR – Zeitschrift für Systemdenken und Entscheidungsfindung im Management, 01/2004)

Schade, dass ich die Vorlesung ’Einführung in die Systemtheorie' von Niklas Luhmann im Wintersemester 1991/92 nicht hören konnte – so meine erste Reaktion bei der Lektüre dieses Buches. Und wie dankenswert, dass Dirk Baecker sie nach einem Tonband-Mitschnitt rund zehn Jahre später und vier Jahre nach Luhmanns Tod veröffentlicht hat. In dem Buch wird zwar keine andere Systemtheorie vorgestellt als in Luhmanns ’geschriebenen' Werken, vor allem als in ’Soziale Systeme' (1984); aber sie wird anders vorgestellt. Die abstrakte Theorie wirkt hier im Duktus des mündlichen Vortrags viel lebendiger und anschaulicher.
Margot Berghaus (IASL online, 29.06.2004)

Obwohl Luhmanns Werk alles andere als leichte Kost ist, fällt das Zuhören dankenswerter Weise aus.
Liane Schülke (Gnostika, Juli 2000)

Es ist faszinierend Luhmanns Vorlesungen zu lesen, die er verständlich und einfach aufbaut, nach und nach ergänzt und entwickelt, und der komplette Stoff am Ende mehr und mehr spannend wird.
Berthold Röth (Der Golem. Magick Gnosis Metaphysik, 4. Jg., Nr. 14 2003)

Es ist ein Gewinn, dass Luhmanns Vorlesungen zu diesem Themengebiet, die bislang nur in Form von Tonbändern zugänglich waren, nun auch in Buchform vorliegen. Der Herausgeber, Dirk Baecker, hat einfühlsam darauf geachtet, dass für den Leser der mündliche Sprachduktus erhalten geblieben ist. Es ist ein außergewöhnliches Arbeitsbuch, das den interessierten Leser Schritt für Schritt in das Theoriegebäude der neuen Systemtheorie einführt.
Rudi Wimmer (OrganisationsEntwicklung, 3/2003)

Niklas Luhmann zu lesen wird oft als anspruchsvoll und noch öfter als völlig unmöglich bezeichnet. Dieses Buch ist eine echte Ausnahme.
Das Buch ist eine Fundgrube für einfache Ideen im Umgang mit schwierigen Fragen und bietet eine Menge von Konzepten, die es erlauben, Wahrnehmung, Beschreibung und Denken zu schulen.
Das Buch erklärt mit Witz und einer Fülle von Beispielen die wichtigsten Grundlagen der allgemeinen und soziologischen Systemtheorie aus der Sicht Niklas Luhmanns.
Liane Schülke (Lernende Organisation, Mai/Juni)

Nach der Lektüre kennen Sie die Grundzüge der allgemeinen Systemtheorie von Niklas Luhmann.
... empfehlenswert für alle Interessierten als hervorragende Einführung in die Systemtheorie, die zwar Denkarbeit verlangt, aber auch durch Scharfsinn und Humor des Autors besticht.
Liane Schülke (www.getabstract.com, 2003)

Leser, die den Anschluss an moderne Theorieentwicklung verpasst haben, werden behutsam und anspruchsvoll in die Theorie sozialer Systeme eingeführt und können den Theorieaufbau lektionsweise mitverfolgen.
Marie Theres Fögen (Rechtsgeschichte Zeitschrift des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte, 2/2003)

Niklas Luhmanns Systemtheorie hat für den Laien eine gewisse Sperrigkeit. Dieses nützliche Buch kann helfen. Der mündliche Charakter ist weitgehend erhalten und erleichtert das Mitdenken.
Liane Schülke (Zeitzeichen, evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft, 2/2003)

Luhmannsche Denkkonsequenz zu erleben, ist ein Gewinn und das Buch eine Schule des Denkens.
(Mannheimer Morgen, 05.03.2003)

Auch wenn das Denken Luhmanns von manchen als ’Quatsch' oder ’Trickserei mit Paradoxien' bezeichnet wird, lohnt es sich, sich auf ein faszinierendes Denkexperiment einzulassen.
Liane Schülke (Tools. Österr. Fachzeitschrift für Erwachsenenbildung, 4/2002)

Seit Jahrzehnten erscheinen Einführungen in die Systemtheorie, und immer mehr steht Luhmanns Theorie dabei im Vordergrund. In sein Werk einzuführen, ohne trivial zu werden oder den Leser zu überfordern, ist ein schwieriges Vorhaben. Luhmann selbst hat sich dieser Aufgabe gestellt und sie auf seine Weise gelöst: durch eine Kombination von Komplexitätsreduktion und -steigerung.
Dass alle interessanten Entwicklungen außerhalb der Soziologie stattfinden, wird man nach der Lektüre dieser Vorlesung nicht mehr sagen können.
(Literaturen, Oktober 2002)

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Niklas Luhmann

Niklas Luhmann (1927–1998) zählt zu den bedeutendsten Soziologen des 20. Jahrhunderts und überraschte immer wieder auch durch Stellungnahmen zu zeittypischen Phänomenen. Von 1968 bis 1992 hatte er den Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Bielefeld inne.

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