
Nie wieder Vernunft
Kleinere Beiträge zur Sozialkunde
634 Seiten, Kt, 2008
€ 39,00
978-3-89670-622-5
Inhaltsverzeichnis · Leseprobe
„Ganz begreifen werden wir uns nie.“ Mit diesem Aphorismus des Dichters Novalis führt Dirk Baecker in die Sammlung seiner publizistischen Arbeiten der vergangenen Jahrzehnte ein. Ob Universität, Netzwerke, der Zusammenhang von Sardinenschwärmen und Leitkulturdebatte, Theaterbesuche oder das Schicksal der Intellektuellen in einer Gesellschaft, die sie nicht mehr braucht – vor Baeckers nachhaltigen Momentaufnahmen bleibt nur wenig sicher.
Das Konzept des intelligenten Beobachters, der dort Anpassungsleistungen vollbringt, wo Kritiker an der Vernunft des Ganzen zweifeln, liegt den gesammelten Beiträgen zu Grunde. Neben zahlreichen unveröffentlichten Kommentaren stehen Beiträge zu Kultur, Ökonomie und Politik, Management und Reformversuchen, die in der Kolumne „sozialkunde“ der TAZ erschienen sind. Das Buch kann als Beitrag zum akademisch-wissenschaftlichen Diskurs ebenso dienen wie als Anregung für den kulturell interessierten Leser.
„Baecker gehört zu den profiliertesten Systemtheoretikern und Organisationsforschern in Deutschland.“ (Handelsblatt)
„Der Star der Systemtheorie“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Dirk Baecker zu den Thesen nächster Gesellschaft
Rezension zu diesem Buch
Es ist kein Buch zum schnellen Lesen, sondern zum kritischen Hinterfragen der persönlichen, auf „gängiger Vernunft“ basierenden Sichtweise und Einstellung zu den aufgezeigten Themenfeldern – im Dialog mit der andersartigen und zum Nachdenken herausfordernden Sichtweise des Autors.
Liane Schülke
(Zeitschrift für das Fürsorgewesen, Januar 2011)
Interessant ist, wie man als Leser einerseits die sehr verständlich geschriebenen Gedankengänge eines Soziologen und Systemtheoretikers beobachten kann und gleichzeitig angeregt wird, die eigenen Beobachtungen zu beobachten. So gesehen ist das Buch ein Beispiel angewandter Systemtheorie und ist meiner Meinung nach eine sehr gute Lektüre sowohl für einschlägige Interessierte als auch für Neugierige.
Gerhard Krejci
(OrganisationsEntwicklung, 1/2010)
Zu den Stärken des Bands gehört die Kombination von theoriegeleiteten Diagnosen, die ihren Ausgang bei bestimmten Alltagsphänomenen oder -ereignissen nehmen, und leicht verständlichen Einführungen in die Theorie. Dies bietet auch dem Nichtkenner der Systemtheorie die Chance, mit zentralen Begriffen vertraut zu werden und deren Erklärungskraft sogleich auszutesten.
Elke Uhl
(der blaue reiter (Journal für Philosophie), 1/2009, Nr. 27)
Baecker begeistert mit viel Esprit und Witz, operiert ebenso argumentativ glasklar wie geschliffen brillant formuliert und macht damit einen ganz großen Wurf.
(Das Dosierte Leben, 62/2008 (Dezember))
Es macht keinen Sinn, das Buch inhaltlich zusammenfassend zu rezensierend, zum einen übersteigt Baeckers Reflexionshorizont locker und schön den herkömmlichen Kriterienzaun, zum anderen wäre das wohl auch dem Spirit dieses Buches nicht angemessen.
Ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch immer wieder zur Hand nehme.
Wolfgang Loth
(Systhema, 22. Jg., Heft 3, 2008)
Wer in irgendeinen der Beiträge hineinblättert, kann nicht mehr aufhören. Wer das Lesen in Portionen liebt, kann sich jeden Tag so etwas wie eine verdaubare Gutenachtgeschichte mitnehmen. Gut, dass dieses Buch publiziert wurde.
Sonja Radatz
(Lernende Organisation, September/Oktober 2008)
„Bäcker analysiert, erzählt, spitzt in aufregender Art und Weise zu, und dies alles in kleinen, rasch zu lesenden Texten. Obwohl sie eingängig sind, spürt man auch dahinter eine mächtige Theorie wirken, die hier und da auch explizit auftaucht. Nie wieder Vernunft! - ruft Baecker. Aber das heißt noch lange nicht, dass er auf Spaß und Theorie, Pointe und Lehre verzichtet. Ein großartiges Buch!“
Frederik Weitz
(Media-Mania, Juli 2008)

Dirk Baecker
Dirk Baecker, Prof. Dr., studierte Nationalökonomie und Soziologie an den Universitäten Köln und Paris-IX (Dauphine); Promotion und Habilitation an der Universität Bielefeld. Nach Lehrtätigkeit an der Fakultät für das Studium fundamentale der Universität Witten/Herdecke heute Inhaber des Lehrstuhls für Kulturtheorie und -analyse an der Zeppelin University, Friedrichshafen. Arbeitsschwerpunkte: soziologische Theorie, Theorie der Gesellschaft, Wirtschafts- und Organisationssoziologie.
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