Ambivalenz der Macht - Interne Kommunikation des öffentlichen Sektors und ihre Auswirkung auf Veränderungsprozesse
Bettina Fackelmann

Ambivalenz der Macht

Interne Kommunikation des öffentlichen Sektors und ihre Auswirkung auf Veränderungsprozesse

Mit einem Geleitwort von Heinrich Epskamp
286 Seiten, Kt, 2010
25,95 € ISBN 978-3-89670-925-7 Thema: Management/Organisationsberatung Reihe: Verlag für Systemische Forschung Kommunizieren Führungskräfte und Belegschaft öffentlicher Organisationen anders als die privater Unternehmen? Kann man das Wissen über diese Besonderheiten in Veränderungsprozessen... Weiterlesen

Kommunizieren Führungskräfte und Belegschaft öffentlicher Organisationen anders als die privater Unternehmen? Kann man das Wissen über diese Besonderheiten in Veränderungsprozessen gezielt nutzen? Angesichts der Debatte um das (New) Public Management und der zentralen Bedeutung von Kommunikation in Veränderungsprozessen sind diese Fragen relevant, wurden in der Literatur jedoch nur unzureichend behandelt.

In dieser empirischen Arbeit nutzt Bettina Fackelmann die Ergebnisse einer Fallanalyse, welche zwei – in ihren Kulturen sehr gegensätzliche – Berliner Bezirksämter im Zuge der landesweiten Fusion vergleicht. Ihre Ergebnisse zeigen auf, welche Pole interner Kommunikationskultur in öffentlichen Organisationen ablesbar sind. Die luhmannschen Medienbegriffe Sinn und Macht wurden durch ihre Analyse bestätigt. Die Ambivalenz der Macht der Führungskräfte wie auch der politischen Weisungsgeber trägt entscheidend dazu bei, ob die interne Kommunikation wahlweise produktiven Sinn im Sinne funktionierender Prozesse oder aber Sinnvakuen und Leerläufe in Organisationen befördert. Eine intelligent gesteuerte partizipative Führungskultur befördert eine konstruktive Kommunikation in der Organisation, kann sogar Innovationen und damit dauerhaft Veränderungsprozesse unterstützen. Voraussetzung ist der Wandel von heldenhaft autokratischen zu bewusst ambivalenten Führungskräften.

Auf dieser Basis wurden eine Reihe von Empfehlungen abgeleitet – die jedes öffentliche System für sich so verfolgen mag, wie es ihm sinnvoll und anschlussfähig erscheint.

Bettina Fackelmann

Bettina Fackelmann, Dr., berät öffentliche Organisationen und Unternehmen bei der Entwicklung einer konstruktiven internen Kommunikation. Ihr Ansatz verbindet Pragmatismus und wissenschaftlich verankertes Vorgehen: Sie verfügt über 12 Jahre praktische Erfahrung an den Schnittstellen interner und externer Kommunikation, unter anderem im Change Management einer internationalen Unternehmensberatung sowie der Marken- und Identitätsberatung bei namhaften Agenturen. Darauf basiert eine Beratungspraxis, die sie mittels ihrer zertifizierten Coaching-Ausbildung und ihrer berufsbegleitenden Dissertation systemisch weiterentwickelt hat. Seit Herbst 2008 lehrt sie an der design akademie berlin, Hochschule für Kommunikation und Design, im Bereich Marketingkommunikation.

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