Leben in Metaphern
George Lakoff, Mark Johnson

Leben in Metaphern

Konstruktion und Gebrauch von Sprachbildern

Aus d. Amerikanischen v. Astrid Hildenbrand
272 Seiten, Kt, 8. Aufl. 2014
26,90 € ISBN 978-3-89670-487-0 Thema: Philosophie/Systemtheorie/Gesellschaft Reihe: Systemische Horizonte Metaphern sind nicht bloße poetische oder rhetorische Mittel, sondern, wie Lakoff und Johnson darlegen, integraler Bestandteil unserer alltäglichen Sprache. Metaphern bestimmen... Weiterlesen
Alltagssprache neu durchdacht

Metaphern sind nicht bloße poetische oder rhetorische Mittel, sondern, wie Lakoff und Johnson darlegen, integraler Bestandteil unserer alltäglichen Sprache. Metaphern bestimmen unsere Wahrnehmung, unser Denken und Handeln. Die Wirklichkeit selbst wird durch Metaphern bestimmt, und da Metaphern von Kultur zu Kultur verschieden sind, sind auch die Wirklichkeiten, die sie bestimmen, verschieden.

Die Lektüre dieses fesselnden und unterhaltsamen Buches führt dazu, dass man ganz neu über die Sprache denkt — und darüber, wie wir sie benutzen.

„Die Komplexität der behandelten Themen aus der kognitiven Linguistik, in der Lakoff die Weltspitze darstellt, haben ihn nicht daran gehindert, sich in einer kristallenen Prosa auszudrücken, ohne Fachausdrücke und mit solide begründeter Argumentation. Dies ergmöglicht es Wissenschaftlern aus anderen Disziplinen und dem allgemeinen Publikum gleichermaßen, die behandelten Fragen zu verstehen, deren philosophische Tragweite zu erkennen und schließlich die Inhalte zu würdigen.“
aus der Laudatio zur Verleihung des Premio Giulio Preti per il dialogo fra scienza e democrazia 2007 an George Lakoff

George Lakoff
George Lakoff

George Lakoff, Ph. D.; nach Stationen an der Harvard University und der University of Michigan heute Professor für kognitive Wissenschaft und Linguistik an der University of California, Berkeley und Kodirektor des „Neural Theory of Language Project“ am dortigen International Computer Science Institute. Mitglied des Center for Advanced Study in Behavioural Sciences und des Santa Fe Institute. Zahlreiche Publikationen, darunter das Standardwerk „Leben in Metaphern“ (zus. mit Mark Johnson, 8. Aufl. 2014).

Mark Johnson
Mark Johnson

Mark Johnson, Ph. D., ist Professor für freie Künste und Geisteswissenschaften an der Philosophischen Fakultät der Universität Oregon, USA und Autor mehrerer Bücher.

Daniel Jach aus Mannheim (12.01.2009)

Ehekrach ist Krieg, das wissen Vermählte ebenso gut wie unverheiratete Paare. Die Wenigsten hingegen wissen, dass sich in ihren Köpfen der Bedeutungsrahmen "Argumentieren ist Krieg" als neuronale Metapher manifestiert hat, die ihr diesbezügliches Denken bestimmt. Davon zeugt die Sprache: Obwohl die Zankenden den Streit ohne physische Gewalt austragen, können ihre Worte, mit denen sie aufeinander zielen, doch tief oder ins Schwarze treffen und verletzen. "Argumentieren ist Krieg" ist nur eines von unzähligen metaphorischen Konzepten, die George Lakoff und Mark Johnson in "Leben in Metaphern" analysieren. Ob über Trauer, Liebe, Zeit, Bier oder eben Argumentieren, kaum ein Satz lässt sich ohne Metaphern formulieren.Das Buch bietet auch dem linguistisch wenig versierten Leser einen Einblick in sein Denken, Sprechen und Handeln in Metaphern und wehrt sich so gegen das Vorurteil, Sprachwissenschaft sei trocken und langweilig. Nie waren tote Metaphern so lebendig.

Hannah Brosch aus Worms (20.12.2007)

Die Autoren zeigen, wie Metaphern entgegen der populären Annahme, sie seien „nur“ literarische Stilmittel, unsere Sprache durchsetzen und somit auch unserem Denken und Handeln zugrunde liegen. Unbewusste Sprach- und Bedeutungskonzepte werden anhand vieler Beispiele aus dem täglichen Sprachgebrauch bewusst gemacht und analysiert. Dies führt beim Leser zu vielen Aha-Erlebnissen und einem geschärften Blick für den eigenen Metapherngebrauch.Im weiteren Verlauf werden über Linguistik hinaus philosophische Fragen diskutiert, nämlich das Verhältnis von menschlicher Erfahrung, Metapher und Wahrheit/Realität. Man könnte bemängeln, dass die Autoren in ihrer Argumentation auf empirisches Material weitgehend verzichten. Jedoch handelt es sich bei dem Werk nicht um eine Doktorarbeit, sondern um ein auch für Laien verständliches Fachbuch. Die Argumentation ist schlüssig und regt, selbst wenn sie nicht überzeugt, mindestens zum Nachdenken an.

Andreas Huber aus Weinheim (25.04.2007)

Damit man endlich einmal sieht, was die Welt im Innersten – und Äußeren – zusammenhält.

Dr. Hans Geißlinger aus Berlin (25.04.2007)

Das Buch eröffnet dem Leser ein Verständnis von Sprachgebrauch und „Welt-Begreifen“ in einer derart bildhaften Klarheit, dass es einem vom ersten Satz an wie ein Blitz in den Kopf schlägt. Die Beispiele sind wie kleine Torpedos – man schießt sich mit ihnen von einem Aha-Erlebnis zum anderen.

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