Mia Roth

Überleben durch Vergessen

Die jüdische Geliebte, der Retter von der Gestapo und die kleine Zeugin

Aus d. Englischen v. Maren Klostermann
Mit einem Nachwort von Woltemade Hartman
189 Seiten, 1 Abb., 15 Fotos, Gb, 2015
24,95 € ISBN 978-3-8497-0080-5 Thema: Philosophie/Systemtheorie/Gesellschaft, Psychologie/Psychotherapie In die Praxis des Psychotherapeuten Woltemade Hartman in Pretoria kommt eine Frau und berichtet, sie empfinde eine starke Abneigung gegen weiße Bettwäsche. Sie wolle erfahren, was... Weiterlesen

In die Praxis des Psychotherapeuten Woltemade Hartman in Pretoria kommt eine Frau und berichtet, sie empfinde eine starke Abneigung gegen weiße Bettwäsche. Sie wolle erfahren, was es damit auf sich habe, und er solle sie zu diesem Zweck in Hypnose versetzen. Eher widerstrebend erfüllt Hartman den Wunsch seiner Klientin. Was in dieser und den folgenden Sitzungen ans Tageslicht kommt, übersteigt zunächst die Vorstellungskraft beider.

Die Zeiträume zwischen den Sitzungen verbringt Mia Roth damit, die Puzzlesteine der Erinnerung zu einem Bild ihrer Kindheit zusammenzufügen. Fakt um Fakt trägt die gelernte Historikerin zusammen und untermauert damit eine schier unglaubliche Geschichte. Sie beginnt 1941 im besetzten Jugoslawien, führt über Rom und Florenz nach London und Südafrika und endet schließlich in Australien. Es ist eine Geschichte über Nationalsozialismus und Kollaboration, über Liebe und Mord, über Lüge und Vertrauen. Und es ist die Geschichte eines kleinen Mädchens, das das alles miterleben muss – und dem es doch gelingt, seine Seele zu schützen.

Das Buch erscheint in deutscher Originalausgabe.

„Dies ist eine ganz besondere, zugleich erschütternde wie tröstlich-inspirierende Geschichte. Mia Roth bekommt über wenige Hypnosesitzungen Zugang zu verdrängten Erinnerungen aus ihrer Kindheit im zweiten Weltkrieg. Als Geschichtsprofessorin verfügt sie über die wissenschaftlichen Techniken und Zugangsmöglichkeiten zu Archiven, um das Erinnerte zu überprüfen. Ihr Buch ist weder Fachbuch noch Krimi – und doch beides. Es beschreibt eine Familientragödie in einer der dunkelsten Zeiten deutscher Geschichte. Diese Geschichte hätte ich gerne in den Händen von Bernd Eichinger zur Verfilmung gesehen.“Bernhard Trenkle, Milton-Erickson-Institut Rottweil

Zusatzmaterial erhältlich

Mia Roth

Mia Roth, MA (UNISA), Ph. D., emer. Professorin für Geschichte; bis 2001 Leiterin des Vista University Daveyton Campus; Gründerin von fünf Einrichtungen zur Förderung der Lese- und Schreibfähigkeiten. Mia Roth lehrte in Südafrika, Kroatien, den USA, Russland und England und ist seit 2001 im Ruhestand.

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