Heinz von Foerster, Bernhard Pörksen

Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners

Gespräche für Skeptiker

167 Seiten, 5 Fotos, Kt, 11. Aufl. 2015 21,95 € ISBN 978-3-89670-646-1 Thema: Philosophie/Systemtheorie/Gesellschaft Reihe: Systemische Horizonte Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Sind unsere Weltbilder lediglich Erfindungen, oder entspricht ihnen eine äußere Realität? Ist Wahrheitserkenntnis möglich? Es sind diese Fragen,... Weiterlesen

Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Sind unsere Weltbilder lediglich Erfindungen, oder entspricht ihnen eine äußere Realität? Ist Wahrheitserkenntnis möglich? Es sind diese Fragen, die der Physiker und Philosoph Heinz von Foerster und der Journalist Bernhard Pörksen in ihren Gesprächen debattieren. Gemeinsam erkunden sie die Grenzen unseres Erkenntnisvermögens, diskutieren die scheinbare Objektivität unserer Sinneswahrnehmung, die Folgen des Wahrheitsterrorismus und den Zusammenhang von Erkenntnis und Ethik, Sicht und Einsicht.

Dabei offenbart sich ein Denken, das die Fixierung scheut und die eine, ewig gültige Antwort ablehnt. Und immer wieder geht es in diesen mit leichter Hand formulierten Dialogen um die innere Verbindung zwischen einem faszinierenden wissenschaftlichen Werk und einem ungewöhnlichen und aufregenden Leben.

Heinz von Foerster

Heinz von Foerster (1911–2002) war nach dem Studium der Physik in Wien in verschiedenen Forschungslaboratorien tätig, bevor er 1949 in die USA übersiedelte. An der Universität von Illinois gründete er das inzwischen legendäre Biologische Computer-Laboratorium – die Wiege jener Erkenntnistheorie, die später unter der Bezeichnung „Konstruktivismus“ für Aufsehen sorgen sollte. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, darunter: „Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Gespräche für Skeptiker“ (zus. mit Bernhard Pörksen), „Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des radikalen Konstruktivismus“ (zus. mit Ernst von Glasersfeld) und „Teil der Welt. Fraktale einer Ethik“ (zus. mit Monika Bröcker).

Bernhard Pörksen

Bernhard Pörksen, Prof. Dr., ist Professor fu?r Medienwissenschaft an der Universita?t Tu?bingen. Er analysiert die Inszenierungsstile in Politik und Medien und bescha?ftigt sich – forschend, lehrend, beratend – mit der Macht digitaler O?ffentlichkeit und der Zukunft der Reputation. Seine Bu?cher u?ber das konstruktivistische und systemische Denken (u. a. mit Heinz von Foerster und Humberto Maturana) wurden in mehrere Sprachen u?bersetzt. 2008 wurde er zum „Professor des Jahres“ gewa?hlt und fu?r seine Lehrta?tigkeit ausgezeichnet. 2014 vero?ffentlichte er – gemeinsam mit dem Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun – den Bestseller „Kommunikation als Lebenskunst. Philosophie und Praxis des Miteinander-Redens“.

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  1. Heinz von Foerster und Bernhard Pörksen nehmen den Leser mit auf eine einfallsreiche Wanderung durch erkenntnistheoretische und philosophische Gedankengänge, die – trotz aller Relativität und Skepsis – durchaus in lebenspraktisches Terrain einmünden können. Ein unterhaltsames und zugleich lehrreiches Buch.
  2. Stell dir vor, das ist wahr! Ist diese Wahrheit dann auch die Erfindung eines Lügners?
    Stell Dir vor, es ist nicht wahr! Wer wird dann mit den Pächtern der Wahrheit noch zusammenleben können?
    Das Buch ist hintersinnig, hält den Geist beweglich und lächelt dem winzigen Gernegroß in uns zu: „Es hilft dir gar nichts, wenn du dich ernst nimmst, im Gegenteil. Es geht dabei in dir und um dich herum viel kaputt“. Sein Humor ist so ernst, dass es einen Wissensgläubigen von seiner Wahrheit befreit.
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